Bitte unterstützt meine Öffentlichkeitsarbeit zu LIPÖDEM mit einer kleinen Spende: Lipödem ist eine Stoffwechselstörung in den Mitochondrien IN den Zellen einer Frau! so meine Ergebnisse nach 6 Jahren zeitaufwendigen Recherchen

Krankheitshäufigkeit von Lipödem

Lipödem bei Frauen

“Mrs. Lipedema” (links)


Die Krankheitshäufigkeit, man sagt auch Prävalenz von Lipödem in Deutschland wird sehr unterschiedlich beurteilt, Lipödem (wiss. Panniculopathia oedematicosclerotica) ist auf jeden Fall KEINE seltene Erkrankung!, sondern eine ernste chronische und meist progrediente, d.h. fortschreitende behandlungsbedürftige Erkrankung, man kann von ca. 8 % (Quelle: Gesundheits-Lexikon) bei erwachsenen Frauen in Deutschland ausgehen. Betroffen sind fast ausschließlich Mädchen ab der Pubertät und Frauen, sehr selten Männer.

Unseres Wissens fehlen umfangreiche Analysen, wieviele Frauen von der chronischen Erkrankung des Unterhautfettgewebes wirklich betroffen sind. Grobe Schätzungen liegen bei ca. 500.000 wenn nicht 1 bis 3 Millionen Patientinnen allein in Deutschland. Die Dunkelziffer der Patientinnen mit Lipödemen (und Lymphödemen) ist sehr hoch!

Das amerikanische Portal “The Lipedema Project: The disease they call FAT” gibt eine Zahl von ca. 17 Millionen amerikanischen Frauen mit Lipödem an, also keine seltene Erkrankung (trotz der m.E. falschen Angaben in der Orphanet-Datenbank der “Rare diseases” wo Lipödem unter der Nr. 77243 zu finden ist).

Laut Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Lipedema (englisch) sind ca. 370 Millionen Frauen weltweit von Lipödem betroffen.

Lipödem kommt in vielen Rassen vor: Kaukasierinnen, Afro-Amerikanerinnen und bei indischen Frauen aber weniger bei nicht-indischen Asiatischen Rassen (dies scheint an der unterschiedlichen weltweiten Verteilung des Gendefekts zu liegen).

Diese englische Forderung “It’s time we stop blaming ourselves and raise awarenes” kann ich als Freie Publizistin nach über 5 Jahren Recherchen nur zustimmen: “Es ist Zeit, aufzuhören, sich als Lipödem-Patientin permanent zu schämen, sondern es wird Zeit Aufmerksamkeit für dieses schwere und weit verbreitete lymphologische Krankheitsbild öffentlich zu erzeugen”, dies ist auch Aufgabe dieses Portals! Natürlich hat eine informierte Lipödem-Patientin es selbst in der Hand, das Ausmaß der Erkrankung durch gute Ernährung, moderaten Sport und die richtige ärztliche Betreuung zu beeinflußen, viel (falsches) Essen (auch Frustessen aufgrund der schlimmen, niederschmetternden Diagnose) führt zu mehr Übergewicht!

Es ist fraglich, wie die Gesamtstatistiken der betroffenen Frauen entstehen können, wenn viele Lipödem-Patientinnen erst in einem späten Krankheitsstadium überhaupt die Diagnose LIPÖDEM erhalten, manche Patientinnen werden erst nach mehreren Jahren und einer langen Ärzteodyssee richtig diagnostiziert. Deswegen empfehle ich den einfachen Selbsttest zu Lipödem und das umgehende Aufsuchen eines Facharztes.

Auch wäre es sinnvoll, die eigene Körperzusammensetzung mit einer Körperanalyse-Waage zu messen, und so den Körperfettanteil zu bestimmen.

Das Lipödem wirkt sich von Frau zu Frau unterschiedlich aus. Unterscheiden muss man Lipödem (auffällige Disproportion des Körpers!) von der Adipositas. Die Lipödem-Erkrankung zeigt sich nämlich besonders oft in Form von symetrisch unproportioniert dicken Beinen und Gesäss bei häufig gleichzeitig schlankem Rumpf, es liegt eine vererbte dysproportonierte Vermehrung des Unterhautfettgewebes vor. Das Lipödem ist klinisch meistens leicht abgrenzbar vom Lymphödem, da die Füsse nicht mit betroffen und sichtbar schlank ohne Schwellungen und ohne Fettablagerungen sind. Eine Lipödem-Patientin hat oft eine schlanke Taille, aber (zu) dicke Oberschenkel mit Fettpolstern im Bereich der Oberschenkelinnenseiten, die sogenannten Reiterhosen sind schmerzhaft und die Betroffene neigt zu blauen Flecken (Blutergüsse). Bei Vielen haben auch die Arme unproportionale Fettablagerungen, ggfs. auch sog. Stiernacken mit Fettstauung.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zu den Ursachen des Lipödems und zum innovativen Behandlungsansatz Cellsymbiosis-Therapie® – zu dem allerdings umfangreiche wissenschaftliche klinische Studien dringend notwendig sind und hiermit erstmalig öffentlich angeregt werden.

Meine kritischen Fragen zur Fettabsaugung bei Lipödem wurden übrigens bisher von keinem Schönheitschirurgen und Lipödem-Operateur beantwortet.

Herzlichst
Ihre

Dagmar Schmidt-Neuhaus
Freie Publizistin
info@lipolymphoedem.de (Patientenanfragen können leider nicht beantwortet werden, bitte wenden Sie sich immer an einen Facharzt ggfs. mit Kenntnissen der Mitochondrienmedizin oder eine Lymphklinik)