Bitte unterstützt meine Öffentlichkeitsarbeit zu LIPÖDEM mit einer kleinen Spende: Lipödem ist eine Stoffwechselstörung in den Mitochondrien IN den Zellen einer Frau! so meine Ergebnisse nach 6 Jahren zeitaufwendigen Recherchen

hCG-Diät / 21 Tage Stoffwechselkur bei Lipödem?

Unseres Wissens gibt es keine umfangreichen wissenschaftlichen Studien zur hCG-Diät (“Hollywood-Diät”) bei Lipödem mit einer großen Zahl Patientinnen über einen längeren Zeitraum!

Diese 21 Tage Stoffwechselkur wird sehr unterschiedlich von Ernährungsexperten und Ärzten beurteilt, die Abnehmmethode mit dem hormonähnlichen natürlichem Protein (Peptidhormon, Proteohormon) ist umstritten! hCG ist ein körpereigener Botenstoff.

Basis ist das Schwangerschaftshormon hCG, d.h. humanes Choriongonadotropin (kein Sexualhormon, nach Dr. Simeons besser Chorionic Diencephalotropin genannt), sei es als Injektionen, HCG-Tropfen, Globuli C12 Potenz, Tabletten oder Sprays.
Mit diesem soll der Hypothalamus angeregt werden, die Fettverbrennung zu unterstützen.
Die tägliche Energiezufuhr wird auf maximal 500 Kilokalorien reduziert.
Der durchschnittliche Energiebedarf einer Lipödem-Betroffenen liegt aber bei ca. 1.900 Kilokalorien (immer abhängig von Größe, Gewicht und körperlichen Aktivitäten)!
Es sollen dabei mindestens zwei Liter pro Tag Wasser getrunken werden.

Diese Diät wurde schon 1954 vom englischen Arzt Dr. Albert Simeons entwickelt (Buchautor von “Pounds and Inches”).

Hier können Sie Ihren Body-Mass-Index selbst ausrechnen (BMI-Rechner).

Stoffwechselexperten, die nicht für die hcG-Diät sind, warnen vor einer so geringen Kalorienzufuhr von nur 500 kcal pro Tag, sie empfehlen stattdessen mind. 1.200 kcal pro Tag zu essen, damit der Stoffwechsel nicht aus dem Gleis gerät, dies in Verbindung mit moderatem Kraftgeräte-Training, Cardiotraining und proteinreicher Nahrung (ohne Hormontropfen!), auch wenn das Abnehmen dann nur sehr langsam gelingen könnte, Lipödem-Patientinnen brauchen eben einfach Geduld.

Wir empfehlen diese aktuellen Bücher als Einstieg:

Die hCG-Diät: Das geheime Wissen der Reichen, Schönen & Prominenten
Autorin: Anne Hild
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Das hCG Kochbuch: Leckere Rezepte für die Diät- und Stabilisierungphase der beliebten Stoffwechselkur
Autorin: Anne Hild
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Die hCG Diät – und jetzt?: Nachhaltig schlank und fit mit der erfolgreichen Stoffwechselkur
Broschiert
NEU: Erscheinungsdatum: 27. April 2015
Autorin: Anne Hild
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oder

Die Adipositas-Kur mit hCG: An der Ursache für Fettsucht und Übergewicht ansetzen und sie für immer beseitigen
Taschenbuch – 5. Dezember 2014
Autor: Matthias Jünemann
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Die Gegner dieser Abnehmmethode geben an:

1. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass das Schwangerschaftshormon hCG das Abnehmen unterstützt.

2. Durch die drastische Kalorienreduktion würden die Frauen selbstverständlich an Gewicht verlieren, aber droht dann danach der Jo-Jo-Effekt?

3. Die dadurch entstehende Mangelversorgung mit Nähr- und Mineralstoffen sowie Vitaminen sollte mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden, die z.T. über ein Multi-Level-Marketingsystem (MLM) verkauft werden und deswegen entsprechend teuer für die Patientin sind! Es gibt inzwischen alternative Anbieter ohne Vertrieb im Pyramidensystem mit günstigeren Präparaten. Bitte lassen Sie sich fachärztlich beraten und betreuen.

Fragwürdig ist die Praxis, wenn im Rahmen eines sog. “Empfehlungsmarketings” (= Strukturvertrieb) hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel fallweise von Laien an Laien vermittelt werden, deren Bestellung dann im Ausland getätigt wird, dies gehört u.E. nur in die Hände von geschultem Fachpersonal wie Ärzte und Heilpraktiker für eine individuelle laborgestützte Dosierung und nur bei nachgewiesenen Vitalstoffmängeln. Wir verweisen hier auf das in Deutschland geltende Lebensmittelrecht bei Vitalstoffen in Bezug auf Krankheiten.
MLM-Systeme versuchen PatientInnen als Weiterempfehler zu gewinnen, die selbst feste monatliche Bestellungen tätigen müssen, so werden im “Schneeballsystem” Produkte über Privathaushalte verkauft, die z.T. bis 200 % wenn nicht gar bis zu 800 % (!) teurer sind als vergleichbare Wettbewerber-Produkte ohne Multi-Level-Marketing, geschickt verpackt durch andere Packungsgrößen/Anzahl der Kapseln, das ganze noch im Dauer-Abo.

4. Nebenwirkungen bei der hCG-Diät bei Lipödem? Es bestehe die Gefahr von Kopfschmerzen, Müdigkeit und Regelstörungen (Menstruationsstörungen bei Frauen), Eierstockzysten, Herzrhythmus-Störungen, Thrombosen, Gallen- und Nierensteinen und Gichtanfälle, so die Fachärzte, es wird auch eine erhöhte Gefahr der Bildung von Tumoren und Myomen erwähnt.
Aber ist dies umfangreich wissenschaftlich untersucht?
Treten die Effekte bei der Hormoneinnahme oder auch bei den homöopatischen Globuli auf?
Dies sollte genau erforscht werden.

5. HCG ist zur Gewichtsabnahme offiziell in Deutschland nicht zugelassen (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Buchempfehlung:
Die Hormonrevolution: Spektakuläre Behandlungserfolge bei Schilddrüsenstörungen, Migräne, Osteoporose, Wochenbettdepressionen, ADHS, … Wechseljahresbeschwerden, Diabetes u.v.a.m.
Taschenbuch – 23. Dezember 2014
von Michael E Platt (Autor), Jochen Armbruster (Übersetzer)
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Bitte lassen Sie sich unbedingt vor einer Diät-Entscheidung von Ihrem Facharzt hierzu beraten, und führen Sie bitte keine radikale Crash-Diät in Eigenregie durch!

Allerdings müssen Lipödem-Patientinnen auch akzeptieren, dass bisher nur sehr wenige Ärzte sich überhaupt mit Lipödem, dieser Lymphgefäß-Insuffizienz und Fettstauungskrankheit (eine Mitochondriopathie bei erblicher Veranlagung?) auskennen, Lipödem ist eine unbekannte, weit verbreitete und weitgehend nicht erforschte Volkskrankheit bei Mädchen ab der Pubertät und Frauen!


Weitere Literaturempfehlungen (Einzeltitel):

hCG-Diät kompakt: Die praktische Anleitung für die Umprogrammierung Ihres Stoffwechsels
Autorin: Barbara Wimmer
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Die 21-Tage Stoffwechselkur -das Original-
Autor: Arno Schikowsky
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Stoffwechselkur modern: Abnehmen ohne hCG
Taschenbuch
NEU: Erscheinungsdatum: 26. März 2015
Autorin: Johanna Sommer
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Ich diäte dann mal – Erfahrungsbericht zur hCG-Diät
Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 6. Oktober 2014
Autorin: J. Habersatter
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Die grüne Adipositas-Kur mit hCG: Vegane Ernährung für ein dauerhaft stabiles und gesundes Körpergewicht
Erscheinungsdatum: 23. Januar 2015
Autor: Matthias Jünemann
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Abnehmen mit hCG – einfach und kompakt: Mit Tagesplänen, Rezepten und vielen Extratipps
Autorin: Carola Ralumi
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Stoffwechselkur – Gesund abnehmen – Kochkurs & Erklärung mit Videoseinlage: Rezepte für die Stoffwechselkur leicht nachzumachen und altagstauglich
Autorin: Ursula Paulus
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Preisangaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten.
 

Autorin: Dagmar Schmidt-Neuhaus, Teilnehmerin des 9-Tages-Seminars “Ernährungsumstellung für Bluthochdruckpatienten, Diabetiker, Übergewichtige und Gesundheitsbewusste” (Dr. Uwe Lehrer, Lauterbad bei Freudenstadt, Schwarzwald 29.5.-7.6.2015)


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Adipositas

Lipödem bei Frauen

“Mrs. Lipedema” (links)

Fettleibigkeit, Obesitas, Fettsucht: Stoffwechsel- und Ernährungskrankheit mit starkem Übergewicht: BMI (Körpermassindex) von 30 oder höher,
weiche, generalisierte Fettgewebsvermehrung des ganzen Körpers, besonders am Rumpf, oft auch an den Extremitäten, durch Überernährung, zu wenig Bewegung, Arzneimittel u.a.m. bedingt.

Adipositas kommt bei Männern und Frauen vor, während das Lipödem fast ausschließlich Mädchen ab der Pubertät und Frauen betrifft! Lipödem-Patientinnen klagen zudem über die Druck-, Spannungs- und Berührungsschmerzen ihres Körpers und neigen schnell zu Hämatomen (blaue Flecken bei leichtesten Berührungen).

siehe den Wikipedia-Beitrag zu Adipositas

Bitte vereinbaren Sie bei gesundheitlichen Problemen immer persönlich einen Termin bei Ihrem Arzt bzw. Therapeuten!

Verwenden Sie den einfachen Selbsttest zu Lipödem, um eine erste grobe Einschätzung zu haben, ob bei Ihnen eine Adipositas oder ein genetisch bedingtes Lipödem vorliegt.

Buchempfehlung:
Adipositas: Ätiologie, Folgekrankheiten, Diagnostik, Therapie
Alfred Wirth
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Drei gängige Messmethoden:

1. WHR

Das Idealgewicht kann auch über das “Taille zu Hüfte-Verhältnis” (WHR = “Waist to Hip Ratio”) gemessen werden. Mit dem WHR wird versucht, neben dem reinen Gewicht auch die Verteilung des Körperfetts auf Taille und Hüfte zu ermitteln. Bei der sog. “Apfelform” sitzt das Fett eher an der Taille, bei der sog. “Birnenform” an der Hüfte.

 
2. WHtR

Das Taille-Größe-Verhältnis “Waist to Height Ratio” (WHtR) soll auch die Abschätzung der Verteilung des Körperfetts ermöglichen (Taillenumfang zur Körpergröße im Verhältnis).

 
3. BMI:

Zur Feststellung des idealen Gewichtes ist es üblich, den Body Mass Index (BMI) zu berechnen. Der BMI setzt das Körpergewicht zur Körpergröße ins Verhältnis.

Ist der BMI bei Patienten mit einem Lipödem, Lymphödem oder Lipolymphödem anwendbar?

Der BMI geht von einer gleichmäßigen Verteilung des Körperfettes aus. Dies ist jedoch gerade bei Lip-Patientinnen nicht der Fall, da sich die Fettanteile auf bestimmte Körperregionen – Beine, Arme, Gesäß konzentrieren. Insofern wäre es sinnvoller, den sog. WHR (Waist to Hip Ratio) zu verwenden, der von bestimmten Körperformen bei der Fettverteilung ausgeht.


Berechnung Body Mass Index (BMI)



in KG
in cm
in ganzen Jahren

(c) BMI-Rechner.net | BMI

Body Mass Index (BMI) 3D-Rechner

Für diese Informationen gelten unsere rechtlichen Hinweise.


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Lipödem

Lipödem bei Frauen

“Mrs. Lipedema” (links)

Hinweis der Autorin: Diese Zusammenstellung ist ausdrücklich für Laien und nicht für medizinische Fachkräfte/Fachärzte erstellt und soll deswegen so einfach und verständlich wie möglich sein, medizinische Fachausdrücke werden im Glossar erklärt.

Lip|ödem.
englisch: lipedema, lipoedema.

Chronische Fettgewebsverteilungsstörung, die selten erkannte, meist fortschreitende (progrediente) Erkrankung fast ausschließlich bei Mädchen nach der Pubertät und Frauen, psychisch oft sehr belastend.
Das Lipödem ist im weiteren Sinne ein lymphologisches Krankheitsbild (chronischer Lymphstau).
Das Lipödem darf nicht mit Adipositas verwechselt werden, wenngleich beide Formen der Fettgewebsvermehrung häufig zusammen auftreten. Diäten oder vermehrte Bewegung sind bei Lipödemen nicht besonders erfolgsversprechend. Gewichtsschwankungen und Übergewicht wirken sich allerdings negativ auf das Lipödem aus! Siehe auch die Messmethoden. Das Lipödem-Fett hat eine ganz andere Struktur als das gespeicherte Reservefett wie bei der Fettleibigkeit und kann kaum mit Diäten oder Sport abgebaut werden! Trotzdem ist regelmäßiger moderater Sport ohne Überbelastungen für eine Lipödem-Betroffenen sehr wichtig.

Anzahl der Betroffenen:

Es fehlt derzeit an wissenschaftlichen klinischen Langzeitstudien zur exakten Anzahl der an Lipödem-Erkrankten, Schätzungen zufolge sind es ca. 80.000 (Quelle: Dr. Ulrich Herpertz) wenn nicht 500.000 und mehr Frauen allein in Deutschland, die von der krankhaften Vermehrung von Fettzellen betroffen sind, manche gehen von fast 5 % aller erwachsenden Frauen aus (oft gibt es eine familiäre Häufung).
Es heisst, dass in den USA ca. 17 Millionen Frauen von Lipödem betroffen sind! Aber wird hier wirklich zwischen Lipödem und Adipositas unterschieden?

Ca. 20 % der übergewichtigen Frauen haben eine endogene (anlagebedingte) Fettgewebsvermehrung!

siehe auch M. Marshall; C. Schwahn-Schreiber: Prävalenz des Lipödems bei berufstätigen Frauen:
Zitat: “Geschätzt werden 3,5 Millionen Patientinnen, die an einer angeborenen Fettverteilungsstörung der Beine und Arme leiden”.

Klassifikation des Lipödems:

Diagnose-Schlüssel E88.- Sonstige Stoffwechselstörungen E88.20 ICD-10-GM 2017 E88.20 Lipödem, Stadium I
E88.21 Lipödem, Stadium II
E88.22 Lipödem, Stadium III
Quelle: DIMDI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, www.dimdi.de,
und www.icd-code.de/suche/icd/code/E88.-.html

früher: ICD-10 R60.9 Kapitel XVIII (= nicht näher bezeichnetes Ödem: Flüssigkeitsretention ohne nähere Angabe[n]) in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz: ICD-10) der WHO (= Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organization)

Mitochondrium = Zellorganelle @ Mopic/fotolia.com #22891965

Mitochondrium @ Mopic/fotolia.com #22891965

Ursachen:

An der St. George’s University of London (Pia Ostergaard (PhD), Project: “Genetic Analysis of Lipoedema”) wird derzeit eine wissenschaftliche Untersuchung von LIPÖDEM durchgeführt, um die genetischen Ursachen zu identifizieren.
Komplementärmediziner, die sich mit der Besonderen Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation) beschäftigen, geben an, dass bei Lipödem ein Energieverlust IN den Zellen (oder Fettzellen) vorliegt, Lipödem also eine vererbte Mitochondriopathie sei.

Hieraus ergeben sich natürlich ganz neue Therapien, nämlich die Multimodale Mitochondrientherapie statt Fettabsaugungen (Liposuktionen)!
Es bedarf weiterer umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen mit einer großen Patientinnen-Zahl, um die kausalen Behandlungsmethoden für diese Volkskrankheit bei Frauen endlich zu finden.

Weitere Quellen und wissenschaftliche Referenzen finden Sie hier.

Aktuelle Literaturempfehlung zur Regenerativen Mitochondrienmedizin, einem Behandlungsansatz bei Lipödem, einer Genmutation in der mtDNA der Mitochondrien?

Voll fertig! Bin ich nur müde oder schon krank?: Mehr Energie und Gesundheit dank neuer Erkenntnisse aus der Mitochondrien-Medizin
Broschiert – 18. April 2016 (Neuerscheinung!)
Autoren: Dr. med. Klaus Erpenbach, Heike Schröder, Dr. Bodo Kuklinski
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Die Ursachen der symmetrischen (beidseitigen) Unterhautfettgewebsvermehrung waren bisher nicht bekannt und noch nicht ausreichend erforscht, in der Fachliteratur in vielen Büchern zu Lymphgefäßerkrankungen wird immer angegeben, es gäbe keine kausale Therapie, weil die Ursachen nicht bekannt seien, können

  • genetisch (also eine Erbkrankheit) und/oder
  • hormonell sein?
  • Mikroangiopathie (Störung der feinsten Blutkapillaren)?
  • schleichende Entzündung der bindegewebigen Strukturen?
  • Möglich wäre aber auch, dass ein Lipödem bei erblicher Veranlagung durch jahrelangen Nitrostress (nitrosativer Stress) nach z.B. HWS-Schleudertrauma, Infektionen oder durch viele weitere Faktoren ausgelöst wird oder zumindest dabei auftritt, ist ein Lipödem eine sog. Mitochondriopathie? Liegen Defekte an den Mitochondrien vor? hier sind sich Schulmediziner und Ärzte, die die besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation) Ihren PatientInnen anbieten, uneinig!
  • Liegt bei Lipödem ein Leaky Gut Syndrom, der löchrige Darm vor?
    Hierzu fehlen umfangreiche wissenschaftliche Studien, die dieses Portal anregen möchte.

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Die Anzahl der Fettzellen an den Beinen und Armen bei Lipödem-Patientinnen scheint veranlagebedingt vermehrt, also höher als normal (Stichwort: Östrogene, den weiblichen Sexualhormonen wird bei der Entstehung eines Lipödem eine entscheidende Bedeutung beigemessen).
Ggfs. kann Übergewicht (bei erblicher Disposition) auch ein Lipödem auslösen!

Warum ist Lipödem weitgehend unbekannt?
“Loch im Lehrbuch”: Warum ist LIPÖDEM so vielen Ärzten gar nicht bekannt? Weil diese weit verbreitete Volkskrankheit bei Frauen nicht in den einschlägigen Lehrbüchern für Medizinstudenten bei älteren Auflagen vorkam!, z.B. bei über 1.300 Seiten zu “Innere Medizin und Chirurgie” wurden zwar Themen wie Diabetes, Adipositas und Lymphödem behandelt, aber nicht das Lipödem oder die Mitochondriopathien mit zig Millionen Patientinnen weltweit. Zudem werden Erkrankungen der Lymphgefäße im Medizinstudium nur am Rande kurz behandelt; wenn Medizinstudenten zu Lymphgefäßerkrankungen nicht richtig ausgebildet wurden, können sie später als Fachärzte diese schon aufgrund der Disproportion im Körper so offensichtliche Erkrankung bei Frauen nicht diagnostizieren.

Vorkommen:

Die symmetrische Unterhaut-Fettgewebsvermehrung überwiegend der unteren, selten der oberen Extremitäten tritt fast ausschließlich bei Mädchen nach der Pubertät und Frauen auf.

In sehr seltenen Fällen tritt bei Männern ein Lipödem bei schwerer Leberschädigung oder nach Hormontherapie auf.

Lipödem wird schon vor tausenden Jahren in der Geschichte wie folgt erwähnt, gibt es womöglich solange es Frauen gibt?:

  • 25.000 v. Chr. (jüngere Altsteinzeit) in der Kalkstein-Skulptur “Venus von Willendorf” in Niederösterreich
  • vor ca. 5.000 Jahren auf Malta (steinerne Statue der Großen Göttin im Tempel Hal Tarxien)
  • und im alten Ägypten vor ca. 3.500 Jahren (Relief der Fürstin von Punt, Hatschepsut-Tempel).
  • Von den beiden amerikanischen Ärzten Allen und Hines wird 1940 der Ausdruck Lipödem für die Fettgewebsverteilungsstörung geprägt (Allen, E. V., Hines, E. A., Jr. Lipedema of the legs: a syndrome characterized by fat legs and orthostatic edema. Proc. Staff Mayo Clin. 15: 184-187, 1940).
  • In der Kunst z.B. die Plastik von Fernando Botero (kolumbianischer Maler und Bildhauer) “Liegende Frau mit Frucht”, geb. 1932 (ist dies Lipödem oder Adipositas?)

Ausprägungen:

Ein Lipödem kann in geringem Umfang schon im Teenager-Alter (Pubertät) auftreten oder auch später, manchmal sind nur wenige Körperregionen (z.B. nur Beine, oder Beine und Arme) betroffen; wenn es unbehandelt bleibt, kann es bei manchen Frauen immense Ausmasse annehmen.
Die symmetrische Häufung von Fettgewebe tritt vor allem seitlich an den Hüften/Gesäß und Oberschenkeln und Oberarmen auf, im späteren Verlauf auch im Nacken, an den Unterarmen und Unterschenkeln.

Drei Stadien des Lipödem:

Stadium I. Haut glatt, feinknotiges Fettgewebe, wenig Orangenhaut, Schwellung hört beim Knochen auf, Vorfusszehen frei
Stadium II. grobknotige Hautoberfläche mit Dellen (Matratzenphänomen)
Stadium III. ausgeprägte Fettlappen (Hautwülste) behindern das Gehen

Fünf Schweregrade des Lipödem:

Typ I: Fettgewebsvermehrung im Bereich von Gesäß und Hüften
(Reiterhosenphänomen)
Typ II: Das Lipödem reicht bis zu den Knien, Fettlappenbildungen im
Bereich der Knieinnenseite
Typ III: Das Lipödem reicht von den Hüften bis zu den Knöcheln
Typ IV: Arme und Beine sind bis zu den Handgelenken/Knöcheln,
also mit Ausnahme der Füße und Hände betroffen
Typ V: Lipolymphödem mit vermehrter Wassereinlagerung in Hand- und Fußrücken sowie Fingern und Zehen (Mischform aus Lipödem und Lymphödem, fortgeschrittenes Stadium)
(Quellen: Wikipedia: Lipödem)
und S1 Klassifikation Leitlinie: Lipödem, AWMF-Registernummer 037/012, Stand: 31.10.2015, gültig bis 30.06.2020
(Federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
seit 1998 gibt es die Leitlinien „Lipödem“ von der DGP.

Entwicklung:
Die fast nur Frauen betreffende Erkrankung des Fettgewebes kann unbehandelt in der Elefantiasis enden.
Aufgrund der Beschwerden und der optischen Veränderungen entwickeln Lipödem-Patientinnen nicht selten psychovegetative Störungen bis hin zu Depressionen.

Einfacher erster Selbsttest: “Habe ich ein Lipödem? oder eine Adipositas?” für Laien bevor ein Phlebologe, Lymphologe, Dermatologe oder Internist mit Kenntnissen des Lipödems aufgesucht wird

Diagnose:

Die Diagnosestellung erfolgt mittels

  • Anamnese (Ergebnis der Erhebung durch den Facharzt),
  • Inspektion und
  • Palpation (Untersuchung des Körpers durch Betasten), also Erfahrungsbericht der Patientin sowie
  • Sicht- und Tastbefund durch den Facharzt: das sog. “Kaposi-Stemmer-Zeichen” (Stemmersches Zeichen, auch Stemmer-Zeichen) ist bei Lipödem-Patientinnen immer negativ (Finger und Hände sind ödemfrei!): die Haut ist an den Vorfüßen abhebbar. Das positive Kaposi-Stemmer-Zeichen ist ein klinisches Zeichen für das Vorliegen eines Lymphödems. (Quelle: Stemmer’s sign–possibilities and limits of clinical diagnosis of lymphedema Autor: R. Stemmer)

Spezielle Diagnostikverfahren beim Lipödem von A-Z:

  • Bioimpedanzanalyse:
    Status der Körperzusammensetzung, misst das Verhältnis von Wasser-, Fett- und Muskelanteilen im Körper
  • Computertomographie
  • Druckschmerzmessungen (Pressure algometry Dr. Anett Reißhauer)
  • Fluoreszenzmikrolymphographie:
    minimal–invasive Darstellung der Lymphgefäße
  • Funktionslymphszintigraphie (nach H. Weissleder):
    bei Verdacht auf ein begleitendes Lymphödem
  • Perometermessung:
    zur Dokumentation der Volumenreduktion (Vermessung mit Lichtschranke, opto-elektronisch)
  • Plethysmografie (auch Plethysmographie geschrieben):
    Messverfahren der Voluminaschwankungen eines Körperteils
  • Sonographie:
    Ultraschallanwendung = bildgebendes Verfahren, das Unterhautfettgewebe wird sichtbar gemacht, Duplex-Ultraschall
  • Venendruckmessung

Differenzialdiagnostik:

Ausschluß einer beschwerdefreien Lipohypertrophie (Wikipedia zu Lipohypertrophie (vergrößerte Fettzellen, keine Druckschmerzen und keine Hämatome)
es sollte durch Fachärzte auch abgeklärt werden, ob nicht folgende Erkrankung vorliegt:

Symptome:

  • Verhärtung des Unterhautgewebes, Spannungsgefühl mit Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit (verstärkt abends und an heißen Tagen)
  • Kälteempfindlichkeit
  • Neigung zu blauen Flecken/Einblutungen/Hämatomen bei nur leichtem Anstoßen
  • angeschwollene Beine bei längerem Sitzen und Stehen
  • Schweregefühl in den Beinen
  • Celluite und Orangenhaut

Typische klinische Merkmale beim Lipödem sind also Fettvermehrung, Dysproportion, orthostatische Ödeme, Berührungs-, Spannungs- und Druckschmerzhaftigkeit und Hämatomneigung.

Folgeschäden, Komplikationen des Lipödems:

  • Belastung der Gelenke durch das Übergewicht, Verschleißerkrankungen der Knie-, Hüft- und Sprunggelenke, X-Beine
  • ggfs. psychische Veränderungen (Reizbarkeit und Depressionen aufgrund der Körperverformungen),
  • Gewichtszunahme durch “Frust-Essen”,
  • Risiko eines metabolischen Syndroms,
  • möglicherweise Entwicklung eines Lipolymphödems, falls das Lipödem nicht behandelt wird
  • u.a.m.

Cellulite und Lipödem u.ä. in der Kunst:

  • Im 17. Jahrhundert malte Peter Paul Rubens “Die drei Grazien” (um 1635) mit Cellulite im fortgeschrittenen Stadium (ausgestellt im Museo del Prado, Madrid).
  • Amadeo Modigliani: Nude “Liegender Frauenakt auf weißem Kissen” (1917): eine Reithosen-Lipomatose?
  • H.L. Kordecki: „Eva“ (2011): schlank taillierte, junge Frau mit Lipödem der Arme und Beine

In früheren Epochen suggerierte Molligkeit bei Frauen den Wohlstand.

Quellen:

Leitlinie Phlebologie: Lipödem der Beine von V. Wienert, E. Földi, W. Schmeller, E. Rabe,
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
http://de.wikipedia.org/
Lipödem-Fachliteratur und
umfangreiche Internetrecherchen als freiberufliche Publizistin über mehr als fünf Jahre

Autorin:

Dagmar Schmidt-Neuhaus, nach Studium der Betriebswirtschaftslehre seit mehr als 26 Jahren freiberufliche Onlineredakteurin und seit mehreren Jahren als freie Publizistin in München tätig


Das Medizinportal für Laien www.lipolymphoedem.de wird laufend weiter ausgebaut!

 

Rechtlicher Hinweis:

Alle Informationen sind unverbindlich und alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Sie sind für Patienten/Innen gedacht, die gesundheitliche und allgemeine medizinische Fragen haben.

Das Informationsangebot auf www.lipolymphoedem.de ersetzt in keinem Fall eine Untersuchung, persönliche Beratung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt oder Therapeuten. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte zu Lipödem und zur mitochondrialen Medizin können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Insbesondere werden hier keine Ferndiagnosen oder individuelle Therapievorschläge erstellt. Bitte vereinbaren Sie daher bei gesundheitlichen Problemen immer auch persönlich einen Termin bei Ihrem Arzt bzw. Therapeuten!

Die verfügbaren Informationen auf dieser Website sind dazu bestimmt, die existierende Arzt-Patienten-Beziehung zu unterstützen aber keinesfalls sie zu ersetzen!

Abschließender Hinweis: Sollten Sie hier Fehler trotz der sorgfältigen Recherchen erkennen, freuen wir uns über eine Nachricht an info@lipolymphoedem.de. Danke.


Haftungsausschluß zu den Buchempfehlungen:
Alle Rechte der Texte liegen beim Autor bzw. bei den Autoren. Die Betreiberin dieses Informationsportals für Laien übernimmt keine Haftung für Schäden, die sich aus dem Gebrauch oder etwaigem Missbrauch der hier vorgestellten Heilverfahren und Therapien ergeben.