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Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine sichtbare und tastbare Schwellung eines Körperteils, die auf der Ansammlung nicht abtransportierter Flüssigkeit mit Eiweiß, Elektrolyten und Lymphozyten beruht.

Das Lymphödem ist Folge einer Lymphgefäßschädigung. Es ist gekennzeichnet durch ungenügenden Abtransport der lymphpflichtigen Substanzen, speziell der Eiweißkörper aus dem Zwischenzellgewebe.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Ödemformen führt das unbehandelte Lymphödem zu schweren Sekundärschäden des gestauten Gewebes. Nur eine frühzeitige Diagnose und die konsequente Anwendung anerkannter und moderner Behandlungsmaßnahmen können eine Fortschreitung der Erkrankung und die damit verbundene Einschränkung der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit der Betroffenen verhindern.

Wodurch entsteht ein Lymphödem?

Hier müssen wir zwischen primären und sekundären Lymphödemen unterscheiden:

Ein primäres Lymphödem entsteht durch eine angeborene Fehlbildung (vererbbar!) im Lymphsystem.

Von einem sekundären Lymphödem sprechen wir, wenn eine andere Ursache zugrunde liegt, z.B. Verletzungen, Lymphgefäßentzündungen, ärztliche Eingriffe, Insektenstiche, Narben, Pilzerkrankungen, Tumore.

Begünstigt wird das Lymphödem durch mangelnde Bewegung und Übergewicht.

Einteilung in klinische Stadien:
Stadium 1: spontan reversibel, weiche und teigige Schwellung, Dellen eindrückbar, keine Hautveränderungen
Stadium 2: spontan irreversibel, beginnende Fibrose, Dellen kaum eindrückbar, manchmal Hautveränderungen
Stadium 3: ausgeprägte Form, Elephantiasis, Fibrose, typische chronische Hautveränderungen

Unterscheidung primäres und sekundäres Lymphödem, Mischformen:

Primäres Lymphödem: Angeborene Entwicklungsstörung der Lymphgefäße und/oder Lymphknoten, meist progressiv verlaufend.

Sekundäres Lymphödem: Erworbenes Lymphödem durch Entzündung, Nematoden-Infektion oder meist durch diagnostische oder therapeutische ärztliche Maßnahmen (Iatrogenes Lymphödem).

Artifizielle Lymphödeme
sind entstanden durch Selbstschädigung des Patienten.

Lipolymphödem: Fettgewebsverteilungsstörung mit sekundärer Schädigung des Lymphgefäßsystems.

Phlebolymphostatisches Ödem: Lymphgefäßschädigung als Folge einer CVI (Chronisch Venöse Insuffizienz).

 
Wie kann man ein Lymphödem behandeln?

Kurzstreckige Lymphbahnzerstörungen können vom Körper durch den Ausbau von Umleitungsbahnen umgangen werden. Diese Umleitungsbahnen sind aber nicht so leistungsfähig wie die ursprünglichen Gefäße, da sie kleiner und klappenlos sind. Langstreckig zerstörte oder krankhaft veränderte Lymphgefäße lassen sich dagegen bis heute nicht ersetzen oder heilen.
Die Behandlung muss sich darauf beschränken, die Auswirkungen dieser Lymphgefäßerkrankung zu bekämpfen. Sie zielt darauf ab, das Lymphödem im reversiblen Stadium zu halten. Reversibel heißt, dass z. B. das Bein einmal im Verlauf eines Tages seine normale Kontur annimmt.

Um ein Lymphödem langfristig im reversiblen Stadium zu halten, ist eine konsequente Kompressions- und Entstauungstherapie notwendig. Zu Beginn wird oft mit manueller Lymphdrainage und straffen Kompressionsverbänden entstaut. Die intermittierende pneumatische Kompression (IPK) mit modernen Therapiegeräten ist ebenfalls eine anerkannte und wichtige Therapieform.

Die manuelle Lymphdrainage wird von speziell ausgebildeten Lymphtherapeuten durchgeführt.
Zur Erhaltung des Therapieerfolges ist das anschließende Wickeln und das tägliche Tragen von Kompressionsstrümpfen (-hosen) nach Maß unbedingt erforderlich.

Die gesamte Therapie wird heute komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE)” genannt und sollte vom Facharzt überwacht werden.

Seit vielen Jahren gibt es verschreibungsfähige Geräte zur sogenannten intermittierenden pneumatischen Kompression (IPK), die im Laufe der Zeit dem Stand der Wissenschaft entsprechend weiter entwickelt wurden.
Die Firma Villa Sana bietet ein solches modernes Gerät unter den Namen Lympha Press an.
Zur Behandlung von Lymphödemen ist es wichtig, dass die Manschetten dieser Geräte viele überlappende Luftkammern haben, weil so der schonende Abtransport der gestauten Flüssigkeit gewährleistet wird. Die besonderen Vorteile des Lympha Press-Systems sind der effektive, kurze Therapiezyklus und die nahezu 50 verschiedenen Manschettenformen und -größen und die Größenverstellbarkeit, die eine optimale Passform ermöglichen. Die leichte Bedienbarkeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium.

In begründeten Fällen kann ein Arzt ein Lympha Press-Gerät zur Heimtherapie verordnen, um die Behandlung auch zu Hause zu ermöglichen. Idealerweise hat ein verordnender Arzt eine lymphologische Ausbildung und Erfahrung mit den unterschiedlichen Gerätesystemen. Bei der Verordnung eines Heimgerätes ist von der Patientin eine Zuzahlung i.d.R. in Höhe von 10 Euro zu bezahlen.
Bei fortgeschrittenen Lymphödemen empfiehlt sich eine stationäre Behandlung in einer Spezialklinik von ca. vier Wochen Dauer.

Apparative intermittierende Kompression (AIK/IPK)

www.villa-sana.com

Unter AIK (Apparative Intermittierende Kompression) oder IPK (Intermittierende Pneumatische Kompression) ist die apparative Entstauungsbehandlung zu verstehen, die seit Jahrzehnten weltweit mit unterschiedlichen Geräten bei vielen Ödemformen eingesetzt wird. Es handelt sich dabei um einen Kompressor mit Stromanschluss und Bedienelementen und die ans Gerät anschließbaren Behandlungsmanschetten, z.B. Bein-, Arm-, Hosen- und Jackenmanschetten. Aus Klinik und Praxis liegen zahlreiche Studien und Verlaufsbeobachtungen vor, die die Erfolge dieser Therapieform dokumentieren.

Die AIK/IPK ist eine Ergänzung der herkömmlichen Therapie (Kompressions-Bandagen und Kompressionsstrümpfe, Bewegungsübungen und manuelle Lymphdrainage). Die AIK/IPK wird in Fachkliniken, in Facharztpraxen und vor allem als ärztlich verordnetes Hilfsmittel beim Patienten zu Hause eingesetzt.

In der Heimtherapie ermöglichen diese Geräte den Ödempatienten eine regelmäßige und problemlose Entstauung. Die Patienten sollten das Heimtherapiegerät täglich ein- oder zweimal ca. 30 bis 60 Minuten anwenden. Der verordnende Facharzt entscheidet über die Höhe des einzustellenden Druckes. Dieser wird in mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben und kann individuell zwischen 20 und 80 mmHG gewählt werden. Die Behandlung ist angenehm und schmerzfrei.

Geräte zur AIK/IPK sind verordnungsfähige Hilfsmittel, die in begründeten Fällen vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt werden. Für die Versorgung mit einem Heimtherapiegerät müssen Patienten eine Zuzahlung von 10,00 EUR an ihre Krankenkasse leisten. Das Gerät und die Manschetten bleiben Eigentum der Krankenkasse. Manchmal setzt die Kasse bereits gebrauchte und technisch überholte Geräte wieder ein. Die Manschetten dürfen allerdings aus hygienischen Gründen und wegen der Passform nicht von einem zweiten Anwender genutzt werden.

Voraussetzung für den häuslichen Einsatz der AIK/IPK ist, dass die Patienten regelmäßig Kompressionsstrümpfe tragen, um den erreichten Therapiezustand zu erhalten und dass der Therapieerfolg vom Arzt kontrolliert wird. Je nach Krankheitsbild muss der Patient begleitend mehr oder weniger oft mit manueller Lymphdrainage behandelt werden. Beim sekundären Lymphödem mit proximaler Sperre muss durch begleitende manuelle Lymphdrainage auf einen gesicherten Lymphabfluss geachtet werden. Bei primären Lymphödemen kann die manuelle Lymphdrainage stark reduziert werden, bei Lipödemen ist sie oft gar nicht mehr notwendig.

Der Arzt schließt vor einer Verordnung Kontraindikationen aus, die bei der AIK/IPK die gleichen sind wie die bei der manuellen Lymphdrainage und der Kompressionsbestrumpfung, bzw. Kompressionsbandagierung.

Je nach Diagnose sind verschiedene Geräte-Systeme einzusetzen:

Es gibt Geräte-Systeme mit 3,4 oder 6 nicht überlappenden Kammern, die ausreichend sind bei venös bedingten Ödemen. 1-Kammer-Systeme sind nicht geeignet, weil sie das gesamte Bein oder den Arm einfach zusammendrücken.

Zur Behandlung von Lymph- und Lipödemen stehen 12-Kammer-Systeme mit überlappenden Kammern zur Verfügung. Viele kleine, überlappende Kammerabschnitte gewährleisten einen schonenden und wirksamen Abtransport der Lymphe. Dabei sollte der Druck auf den betroffenen Körperteil nicht zu hoch sein (bis zu höchstens 80 mmHg) und nicht zu lange andauern (Behandlungszyklus nicht über 60 Sekunden).

Eine Hosenmanschette mit 24 überlappenden Kammern, die zum 12-Kammer-System Lympha Press erhältlich ist, verhindert eine Ödemverlagerung an das proximale Ende der Beinmanschette. Die Lymphflüssigkeit wird bis in den Bauchraum transportiert und der Hüft- und Bauchbereich wird komprimiert. Gleiches gilt sinngemäß für die Jackenmanschette, die bei Ödemen der Arme und des Brustraumes verordnet wird.

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