Bitte unterstützt meine Öffentlichkeitsarbeit zu LIPÖDEM mit einer kleinen Spende: Lipödem ist eine Stoffwechselstörung in den Mitochondrien IN den Zellen einer Frau! so meine Ergebnisse nach 6 Jahren zeitaufwendigen Recherchen

Ist Lipödem eine vererbte primäre Mitochondriopathie? Konsequenzen für Prävention und Ernährung

Lipödem bei Frauen

“Mrs. Lipedema” (links)

Hinweis der Autorin: Diese Zusammenfassung aus sechs Jahren Recherchen ist ausdrücklich für Laien und nicht für medizinische Fachkräfte/Fachärzte erstellt und soll deswegen so einfach und verständlich wie möglich sein, medizinische Fachausdrücke werden im Glossar erklärt.

Lip|ödem.
englisch: lipedema, lipoedema.

Chronische Fettgewebsverteilungsstörung, die selten erkannte, meist fortschreitende (progrediente) Erkrankung fast ausschließlich bei Mädchen nach der Pubertät und Frauen, psychisch oft sehr belastend.
Das Lipödem ist im weiteren Sinne ein lymphologisches Krankheitsbild (chronischer Lymphstau).
Das Lipödem darf nicht mit Adipositas verwechselt werden, wenngleich beide Formen der Fettgewebsvermehrung häufig zusammen auftreten. Diäten oder vermehrte Bewegung sind bei Lipödemen nicht besonders erfolgsversprechend. Gewichtsschwankungen und Übergewicht wirken sich allerdings negativ auf das Lipödem aus! Siehe auch die Messmethoden. Das Lipödem-Fett hat eine ganz andere Struktur als das gespeicherte Reservefett wie bei der Fettleibigkeit und kann kaum mit Diäten oder Sport abgebaut werden! Trotzdem ist regelmäßiger moderater Sport ohne Überbelastungen für eine Lipödem-Betroffenen sehr wichtig.

Anzahl der Betroffenen:

Es fehlt derzeit an wissenschaftlichen klinischen Langzeitstudien zur exakten Anzahl der an Lipödem-Erkrankten, Schätzungen zufolge sind es ca. 80.000 (Quelle: Dr. Ulrich Herpertz) wenn nicht 500.000 und mehr Frauen allein in Deutschland, die von der krankhaften Vermehrung von Fettzellen betroffen sind, manche gehen von fast 5 % aller erwachsenden Frauen aus (oft gibt es eine familiäre Häufung).
Es heisst, dass in den USA ca. 17 Millionen Frauen von Lipödem betroffen sind! Aber wird hier wirklich zwischen Lipödem und Adipositas unterschieden?

Ca. 20 % der übergewichtigen Frauen haben eine endogene (anlagebedingte) Fettgewebsvermehrung!

siehe auch M. Marshall; C. Schwahn-Schreiber: Prävalenz des Lipödems bei berufstätigen Frauen:
Zitat: “Geschätzt werden 3,5 Millionen Patientinnen, die an einer angeborenen Fettverteilungsstörung der Beine und Arme leiden”.


Klassifikation des Lipödems:

Diagnose-Schlüssel ICD-10 E88.20-22 (früher ICD-10 R60.9 Kapitel XVIII (= nicht näher bezeichnetes Ödem: Flüssigkeitsretention ohne nähere Angabe[n]) in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz: ICD-10) der WHO (= Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organization)


Ursachen:

Mitochondrium = Zellorganelle @ Mopic/fotolia.com #22891965

Mitochondrium @ Mopic/fotolia.com #22891965

In hunderten Fachbüchern zur Lymphologie steht zu Lipödem, dass die Ursache unbekannt sei und es deswegen kein kausale Therapie gäbe! An der St. George’s University of London (Pia Ostergaard (PhD), Project: “Genetic Analysis of Lipoedema”) wird derzeit eine wissenschaftliche Untersuchung von LIPÖDEM durchgeführt, um die genetischen Ursachen zu identifizieren.
Komplementärmediziner, die sich mit der Besonderen Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation) beschäftigen, geben an, dass bei Lipödem ein Energieverlust IN den Zellen (oder Fettzellen) vorliegt, Lipödem also eine vererbte Mitochondriopathie sei, eine Erkrankung der zig Billiarden Zellorganellen (grob geschätzt 45.000.000.000.000.000 wenn nicht mehr als 60.000.000.000.000.000 Mitochondrien) IN den Zellen einer Patientin (in allen Zellen oder nur den Fettzellen?).

Hieraus ergeben sich natürlich ganz neue Therapien, nämlich die Multimodale Mitochondrientherapie statt Fettabsaugungen (Liposuktionen)!
Es bedarf weiterer umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen mit einer großen Patientinnen-Zahl, um die kausalen Behandlungsmethoden für diese Volkskrankheit bei Frauen endlich zu finden.

Weitere Quellen und wissenschaftliche Referenzen finden Sie hier.

Hieraus ergeben sich natürlich ganz neue Therapien statt Fettabsaugung!

Laut https://de.wikibooks.org/wiki/Klinische_Humangenetik:_Mitochondriopathien “können in einer Zelle gesunde und kranke Mitochondrien nebeneinander existieren (Heteroplasmie) oder alle Mitochondrien tragen die gleiche Mutation (Homoplasie)”.

Es wird vermutet, dass Lipödem maternal vererbt wird, also mütterlicherseits, also von der Urgroßmutter zur Großmutter zur Mutter zu den Töchtern, wobei nicht jede Tochter den Gendefekt erbt und nicht bei jeder Tochter, die Disproportionen im Körperbau hat, also diese Auffälligkeit bei Lipödem, dann auch an Lipödem erkranken muss.

In der US-mtDNA-Gendatenbank fehlt (noch) die genaue Angabe des/der betroffenen Gene: https://mseqdr.org/dp.php?6457; zu Lipödem („mitochondrial diseases“ (d.h. auf deutsch Mitochondriopathien), der Gendefekt könnte also nicht in den “normalen” Genen bei Frauen liegt (im Zellkern), sondern in den Genen der Mitochondrien, Menschen haben nämlich 2 Genome (laut Wikipedia: Erbgut eines Lebewesens, die Gesamtheit der materiellen Träger der vererbbaren Informationen einer Zelle).
Wie dadurch genau das Therapieregime bei Lipödem ist, muss von Fachleuten wissenschaftlich untersucht und geklärt werden, deswegen empfehle ich allen Lipödem-Patientinnen einen Termin zum unverbindlichen Beratungsgespräch bei einer Humangenetik-Sprechstunde bei Mitochondriopathie-Experten (dies wird von der Krankenkasse bezahlt, setzt aber einen Befund “Verdacht auf Mitochondriopathie” z.B. über eine Stuhl- und Blutprobe beim Hausarzt voraus: Messung des ATP-Wertes!, Messung von Zonulin und Alpha-Antitrypsin u.a.m.) und Überweisungsschein 06BF vom Hausarzt/Internist/Lymphologe/Phlebologe u.a.

Mitochondrium mit der mtDNA

Mitochondrium mit der mtDNA

Mutationen der mitochondrialen DNA, der mtDNA, haben folgende Besonderheit: eine maternale Vererbung, also von der Urgroßmutter über die Großmutter, die Mutter zur Tochter usw., aber nicht jede Tochter erkrankt an Lipödem.

Jetzt sollte untersucht werden, welche der 37 (bis 39) Gene der mtDNA, die in mind. 10 facher Kopie in den Mitochondrien vorliegen, bei Lipödem durch Mutationen betroffen sein könnten, ich habe Anfragen in den USA und bei deutschen Instituten für Humangenetik gestellt, um endlich die wirkliche Ursache dieser weit verbreiteten und schweren Erbkrankheit bei Mädchen ab der Pubertät und Frauen zu finden.

Die Gene der mtDNA haben keine Schutzmechanismen im Vergleich zur Kern-DNA beim Menschen gegen oxidativen Stress durch Zucker, Entzündungen, Pestizide, Schwermetalle und Gifte etc.!

Rein rechnerisch ist es so: bei 37 (bis 39) Genen in den Mitochondrien in mind. 10facher Kopie und bei durchschnittlich ca. grob geschätzt 1.000 bis 3.000 Mitochondrien pro Zelle, haben wir ca. 370.000 bis über 1 Millionen Gene in den Zellorganellen!!! Wieviele davon bei Lipödem defekt sind, ist Aufgabe der wissenschaftlichen Forschung, die dieses informative und bewusst einfach gehaltene Portal für Laien hiermit anregen möchte.

Seit März 2012 habe ich als Freie Publizistin und Entwicklerin einer Ärzte/Therapeuten- und Heilpraktiker-Datenbank zur Mitochondrienmedizin die Hypothese aufgestellt, dass Lipödem eine sog. Mitochondriopathie sei, eine Erkrankung der Zellorganellen und kenne im Detail die multimodale Mitochondrientherapie (die ich aus rechtlichen Gründen leider nicht veröffentlichen darf: mitotrope Vitalstoffe sind Lebensmittel und für diese darf bei Krankheiten wg. Lebensmittelrecht nicht geworben werden), bitte wenden Sie sich daher an einen Experten (m/w) für die Besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation).

Am St. George’s College, University of London wird dank Fördermitteln aus den USA der Gendefekt Lipödem innerhalb der nächsten 2 Jahre (März 2016 bis Februar 2018) erforscht, diese Studien werden hoffentlich Erkenntnisse liefern, wie Defekte der mitochondrialen DNA (mtDNA) in den Mitochondrien der Fettzellen (oder allen Zellen?) bei Lipödem-Patientinnen zu therapieren sind.

P.S.: In Übersichten zu Seltenen Erkrankungen wie RareList Global Genes (7.000 seltene Erkrankungen) wird Lipödem (engl. lipedema) geführt, dabei ist Lipödem eine weit verbreitete und weitgehend unbekannte, unerforschte Volkskrankheit bei Mädchen ab der Pubertät und Frauen. Lipödem ist vollkommen unterdiagnostiziert sowie alles andere als selten!

Ehre, wem Ehre gebührt:
Schon 2010 hat Dr. med. Gahlen auf seiner Praxishomepage veröffentlicht, dass Lipödem eine sog. Mitochondriopathie sei und seiner Meinung nach nicht mit Fettabsaugung geheilt werden könne! Er empfiehlt andere innovative Behandlungsansätze wie passives IHHT® (Atmen von reduziertem Sauerstoff (Höhenluft) im Wechsel mit viel Sauerstoff), mitotrope Vitalstoffe (für die man bei Krankheiten aus rechtlichen Gründen nicht werben darf aufgrund des Lebensmittelrechts!) und Ernährungsumstellung (wenig Kohlenhydrate! (da viele Kohlenhydrate in der Ernährung Laktat bilden und die eh schon defekten Mitochondrien bei Lipödem stören).

Weitere wissenschaftliche Quellen und Referenzen finden Sie hier.

Arbeitshypothese von Mrs Lipedema (leider derzeit nur in englisch verfügbar), die streng wissenschaftlich untersucht werden muss:

mtDNA bei Lipödem
 

Der nächste Schritt ist es, ein Humangenetik-Institut in Europa zu finden, dass eine Lipödem-Studie auflegt und das Gen oder die Gene in der mtDNA identifiziert (eines oder mehrere von 37), dass die genaue Ursache für die Lipödem-Erbkrankheit bei Frauen ist, hierzu habe ich als Freie Publizistin mehrere Anfragen gestellt und warte auf Antwort. Ein Institut für Gendiagnostik könnte mit der Detailuntersuchung der mtDNA bei Lipödem-Patientinnen weltweit ein Renommee erzielen, aber:

Zu Adipositas wird intensiv geforscht, zu Lipödem leider nicht: es fehlen Forschungsgelder und Fördermittel, da wohl kein Medikament gegen Lipödem entwickelt werden kann, liegt diese weitverbreitete Volkskrankheit nicht im Interesse der Pharmaindustrie?

Die Ursachen der symmetrischen (beidseitigen) Unterhautfettgewebsvermehrung waren bisher nicht bekannt und noch nicht ausreichend erforscht, in der Fachliteratur in vielen Büchern zu Lymphgefäßerkrankungen wird immer angegeben, es gäbe keine kausale Therapie, weil die Ursachen nicht bekannt seien, können

  • genetisch (also eine Erbkrankheit) und/oder
  • hormonell sein?
  • Mikroangiopathie (Störung der feinsten Blutkapillaren)?
  • schleichende Entzündung der bindegewebigen Strukturen?
  • Möglich wäre aber auch, dass ein Lipödem bei erblicher Veranlagung durch jahrelangen Nitrostress (nitrosativer Stress) nach z.B. HWS-Schleudertrauma, Infektionen oder durch viele weitere Faktoren ausgelöst wird oder zumindest dabei auftritt, ist ein Lipödem eine sog. Mitochondriopathie? Liegen Defekte an den Mitochondrien vor? hier sind sich Schulmediziner und Ärzte, die die besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation) Ihren PatientInnen anbieten, uneinig!
  • Liegt bei Lipödem ein Leaky Gut Syndrom, der löchrige Darm vor?
    Hierzu fehlen umfangreiche wissenschaftliche Studien, die dieses Portal anregen möchte.



Die Anzahl der Fettzellen an den Beinen und Armen bei Lipödem-Patientinnen scheint veranlagebedingt vermehrt, also höher als normal (Stichwort: Östrogene, den weiblichen Sexualhormonen wird bei der Entstehung eines Lipödem eine entscheidende Bedeutung beigemessen).
Ggfs. kann Übergewicht auch ein Lipödem auslösen.

Warum ist Lipödem weitgehend unbekannt?
“Loch im Lehrbuch”: Warum ist LIPÖDEM so vielen Ärzten gar nicht bekannt? Weil diese weit verbreitete Volkskrankheit bei Frauen nicht in den einschlägigen Lehrbüchern für Medizinstudenten bei älteren Auflagen vorkam!, z.B. bei über 1.300 Seiten zu “Innere Medizin und Chirurgie” wurden zwar Themen wie Diabetes, Adipositas und Lymphödem behandelt, aber nicht das Lipödem oder die Mitochondriopathien mit zig Millionen Patientinnen weltweit. Zudem werden Erkrankungen der Lymphgefäße im Medizinstudium nur am Rande kurz behandelt; wenn Medizinstudenten zu Lymphgefäßerkrankungen nicht richtig ausgebildet wurden, können sie später als Fachärzte diese schon aufgrund der Disproportion im Körper so offensichtliche Erkrankung bei Frauen nicht diagnostizieren.


Vorkommen:

Die symmetrische Unterhaut-Fettgewebsvermehrung überwiegend der unteren, selten der oberen Extremitäten tritt fast ausschließlich bei Mädchen nach der Pubertät und Frauen auf.

In sehr seltenen Fällen tritt bei Männern ein Lipödem bei schwerer Leberschädigung oder nach Hormontherapie auf.

Lipödem wird schon vor tausenden Jahren in der Geschichte wie folgt erwähnt, gibt es womöglich solange es Frauen gibt?:

  • 25.000 v. Chr. (jüngere Altsteinzeit) in der Kalkstein-Skulptur “Venus von Willendorf” in Niederösterreich
  • vor ca. 5.000 Jahren auf Malta (steinerne Statue der Großen Göttin im Tempel Hal Tarxien)
  • und im alten Ägypten vor ca. 3.500 Jahren (Relief der Fürstin von Punt, Hatschepsut-Tempel).
  • Von den beiden amerikanischen Ärzten Allen und Hines wird 1940 der Ausdruck Lipödem für die Fettgewebsverteilungsstörung geprägt (Allen, E. V., Hines, E. A., Jr. Lipedema of the legs: a syndrome characterized by fat legs and orthostatic edema. Proc. Staff Mayo Clin. 15: 184-187, 1940).
  • In der Kunst z.B. die Plastik von Fernando Botero (kolumbianischer Maler und Bildhauer) “Liegende Frau mit Frucht”, geb. 1932 (ist dies Lipödem oder Adipositas?)

Ausprägungen:

Ein Lipödem kann in geringem Umfang schon im Teenager-Alter (Pubertät) auftreten oder auch später, manchmal sind nur wenige Körperregionen (z.B. nur Beine, oder Beine und Arme) betroffen; wenn es unbehandelt bleibt, kann es bei manchen Frauen immense Ausmasse annehmen.
Die symmetrische Häufung von Fettgewebe tritt vor allem seitlich an den Hüften/Gesäß und Oberschenkeln und Oberarmen auf, im späteren Verlauf auch im Nacken, an den Unterarmen und Unterschenkeln.

Drei Stadien des Lipödem:

Stadium I. Haut glatt, feinknotiges Fettgewebe, wenig Orangenhaut, Schwellung hört beim Knochen auf, Vorfusszehen frei
Stadium II. grobknotige Hautoberfläche mit Dellen (Matratzenphänomen)
Stadium III. ausgeprägte Fettlappen (Hautwülste) behindern das Gehen

Fünf Schweregrade des Lipödem:

Typ I: Fettgewebsvermehrung im Bereich von Gesäß und Hüften
(Reiterhosenphänomen)
Typ II: Das Lipödem reicht bis zu den Knien, Fettlappenbildungen im
Bereich der Knieinnenseite
Typ III: Das Lipödem reicht von den Hüften bis zu den Knöcheln
Typ IV: Arme und Beine sind bis zu den Handgelenken/Knöcheln,
also mit Ausnahme der Füße und Hände betroffen
Typ V: Lipolymphödem mit vermehrter Wassereinlagerung in Hand- und Fußrücken sowie Fingern und Zehen (Mischform aus Lipödem und Lymphödem, fortgeschrittenes Stadium)
(Quellen: Wikipedia: Lipödem)
und S1 Klassifikation Leitlinie: Lipödem, AWMF-Registernummer 037/012, Stand: 31.10.2015, gültig bis 30.06.2020
(Federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
seit 1998 gibt es die Leitlinien „Lipödem“ von der DGP.


Entwicklung:
Die fast nur Frauen betreffende Erkrankung des Fettgewebes kann unbehandelt in der Elefantiasis enden.
Aufgrund der Beschwerden und der optischen Veränderungen entwickeln Lipödem-Patientinnen nicht selten psychovegetative Störungen bis hin zu Depressionen.

Einfacher erster Selbsttest: “Habe ich ein Lipödem? oder eine Adipositas?” für Laien bevor ein Phlebologe, Lymphologe, Dermatologe oder Internist mit Kenntnissen des Lipödems aufgesucht wird


Diagnose:

Die Diagnosestellung erfolgt mittels

  • Anamnese (Ergebnis der Erhebung durch den Facharzt),
  • Inspektion und
  • Palpation (Untersuchung des Körpers durch Betasten), also Erfahrungsbericht der Patientin sowie
  • Sicht- und Tastbefund durch den Facharzt: das sog. “Kaposi-Stemmer-Zeichen” (Stemmersches Zeichen, auch Stemmer-Zeichen) ist bei Lipödem-Patientinnen immer negativ (Finger und Hände sind ödemfrei!): die Haut ist an den Vorfüßen abhebbar. Das positive Kaposi-Stemmer-Zeichen ist ein klinisches Zeichen für das Vorliegen eines Lymphödems. (Quelle: Stemmer’s sign–possibilities and limits of clinical diagnosis of lymphedema Autor: R. Stemmer)

Spezielle Diagnostikverfahren beim Lipödem von A-Z:

  • Bioimpedanzanalyse:
    Status der Körperzusammensetzung, misst das Verhältnis von Wasser-, Fett- und Muskelanteilen im Körper
  • Computertomographie
  • Druckschmerzmessungen (Pressure algometry Dr. Anett Reißhauer)
  • Fluoreszenzmikrolymphographie:
    minimal–invasive Darstellung der Lymphgefäße
  • Funktionslymphszintigraphie (nach H. Weissleder):
    bei Verdacht auf ein begleitendes Lymphödem
  • Perometermessung:
    zur Dokumentation der Volumenreduktion (Vermessung mit Lichtschranke, opto-elektronisch)
  • Plethysmografie (auch Plethysmographie geschrieben):
    Messverfahren der Voluminaschwankungen eines Körperteils
  • Sonographie:
    Ultraschallanwendung = bildgebendes Verfahren, das Unterhautfettgewebe wird sichtbar gemacht, Duplex-Ultraschall
  • Venendruckmessung

Differenzialdiagnostik:

Ausschluß einer beschwerdefreien Lipohypertrophie (Wikipedia zu Lipohypertrophie (vergrößerte Fettzellen, keine Druckschmerzen und keine Hämatome)
es sollte durch Fachärzte auch abgeklärt werden, ob nicht folgende Erkrankung vorliegt:


Symptome:

  • Verhärtung des Unterhautgewebes, Spannungsgefühl mit Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit (verstärkt abends und an heißen Tagen)
  • Kälteempfindlichkeit
  • Neigung zu blauen Flecken/Einblutungen/Hämatomen bei nur leichtem Anstoßen
  • angeschwollene Beine bei längerem Sitzen und Stehen
  • Schweregefühl in den Beinen
  • Celluite und Orangenhaut

Typische klinische Merkmale beim Lipödem sind also Fettvermehrung, Dysproportion, orthostatische Ödeme, Berührungs-, Spannungs- und Druckschmerzhaftigkeit und Hämatomneigung.


Folgeschäden, Komplikationen des Lipödems:

  • Belastung der Gelenke durch das Übergewicht, Verschleißerkrankungen der Knie-, Hüft- und Sprunggelenke, X-Beine
  • ggfs. psychische Veränderungen (Reizbarkeit und Depressionen aufgrund der Körperverformungen),
  • Gewichtszunahme durch “Frust-Essen”,
  • Risiko eines metabolischen Syndroms,
  • möglicherweise Entwicklung eines Lipolymphödems, falls das Lipödem nicht behandelt wird
  • u.a.m.

Cellulite und Lipödem u.ä. in der Kunst:

  • Im 17. Jahrhundert malte Peter Paul Rubens “Die drei Grazien” (um 1635) mit Cellulite im fortgeschrittenen Stadium (ausgestellt im Museo del Prado, Madrid).
  • Amadeo Modigliani: Nude “Liegender Frauenakt auf weißem Kissen” (1917): eine Reithosen-Lipomatose?
  • H.L. Kordecki: „Eva“ (2011): schlank taillierte, junge Frau mit Lipödem der Arme und Beine

In früheren Epochen suggerierte Molligkeit bei Frauen den Wohlstand.


Prävention des Lipödems: Übergewicht als ein möglicher Trigger?

Lipödem bei Frauen

“Mrs. Lipedema” (links)

Auffällig ist die

ausgeprägte DISPROPORTION des Körperbaus bei Lipödem-Patientinnen

meist schlanke Taille, dicker Po, dicke Oberschenkel aber bei schlanken Unterschenkeln, ggfs. später im Verlauf der Erkrankung dicke Oberarme, also eine ungleiche symetrische Verteilung des Fettgewebes zwischen Ober- und Unterkörper mit Neigung zu Wassereinlagerungen, hier sind m.E. schon Kinderärzte gefragt, im Rahmen einer Prävention die genetische Veranlagung für diese schwere Lymphgefäßerkrankung bei Mädchen vor oder in der Pubertät möglichst frühzeitig zu diagnostizieren, um den späteren Ausbruch der Krankheit Lipödem (z.B. durch Übergewicht!) zu verhindern.

Nach Durchsicht der u.g. Patientenratgeber zur Mitochondrienmedizin wäre es m.E. auch sinnvoll, bei einer mitochondrialen Dysfunktion den Vitalstoffstatus IN den Zellen und im kreisenden Blut bei Mädchen und Frauen beim Facharzt regelmäßig zu überprüfen, um Mangelzustände ausgleichen zu können.

Bei einer sich entwickelnden Fettstauungskrankheit bei erblicher Veranlagung ist es wirklich schwierig, Übergewicht zu vermeiden und nicht ständig dicker zu werden, Experten wie Dr. Kuklinski et.al. empfehlen bei mitochondrialen Dysfunktionen Kohlenhydrate, die Laktat bilden möglichst wenig zu essen, auch wird tageweises Fasten, das sog. Intermittierende Fasten bei Mitochondrienstörung empfohlen, diese Ernährungsweise muss dringend umfangreich wissenschaftlich mit einer großen Lipödem-Patientinnenzahl untersucht werden. Zur Erklärung: kurzfristige Hungerzustände führen i.d.R. dazu, dass defekte Mitochondrien abgebaut werden, sog. Mitophagie, ein Autophagie-Prozess in den Zellen.

Aktuelle Literaturempfehlung zur Regenerativen Mitochondrienmedizin:

Ein praktischer PatientenInnen-Ratgeber:
NEUERSCHEINUNG:
Mitochondrien für Anfänger: Symptome und Therapie. Für ein Leben mit mehr Vitalität und Energie.
Taschenbuch – 5. September 2017
von Sandra Frohenfeld (Autorin)
Anzeige:

Lipödem, die vererbte Fettverteilungsstörung, gilt nach Experten aus dem innovativen Fachgebiet der Mitochondrienmedizin als Energieverlust IN den Zellen, die nach deren Einschätzung nicht mit Fettabsaugung geheilt werden kann!
Frage an die Chirurgen: defekte Mitochondrien in den Zellen / Fettzellen sind so extrem klein (0,5-1,5 Mikrometer! (1 Mikrometer µm = 0,001 mm), dass sie technisch nicht einzeln absaugbar wären, es werden also bei einer Liposuktion immer alle Zellen, auch die mit den vielen gesunden Mitochondrien abgesaugt, meist Lymphgefäße geschädigt und es entsteht Narbenbildung, die den Lymphfluß behindert, meine kritischen Fragen als Freie Publizistin an das Gremium der Leitlinienentwicklung zu Lipödem der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und an die Chirurgen wurden mir leider bis heute nicht beantwortet.
Die teure, von Patientinnen i.d.R. privat zu bezahlende Fettabsaugung wird als kausale Behandlungsmethode von Gefäßchirurgen empfohlen trotz nur geringer Patientinnenzahlen in wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit (!), manche innovative Komplementärmediziner geben aber an, dass Lipödem eine mitochondriale Erkrankung sei, somit sollten moderne Behandlungsansätze wie die Multimodale Mitochondrientherapie umfangreich wissenschaftlich untersucht werden, diese Forderung stellt dieses Informationsportal für Laien zu Lipödem seit Jahren.


Quellen:
Referenzen / Wissenschaftliche Quellen
Leitlinie Phlebologie: Lipödem der Beine von V. Wienert, E. Földi, W. Schmeller, E. Rabe,
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
http://de.wikipedia.org/
Lipödem-Fachliteratur und
umfangreiche Internetrecherchen als freiberufliche Publizistin über mehr als fünf Jahre

Autorin:

Dagmar Schmidt-Neuhaus, Freie Publizistin in München


Das Medizinportal für Laien www.lipolymphoedem.de wird laufend weiter ausgebaut!

 

Rechtlicher Hinweis:

Alle Informationen sind unverbindlich und alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Sie sind für Patienten/Innen gedacht, die gesundheitliche und allgemeine medizinische Fragen haben.

Das Informationsangebot auf www.lipolymphoedem.de ersetzt in keinem Fall eine Untersuchung, persönliche Beratung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt oder Therapeuten. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte zu Lipödem und zur mitochondrialen Medizin können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Insbesondere werden hier keine Ferndiagnosen oder individuelle Therapievorschläge erstellt. Bitte vereinbaren Sie daher bei gesundheitlichen Problemen immer auch persönlich einen Termin bei Ihrem Arzt bzw. Therapeuten!

Die verfügbaren Informationen auf dieser Website sind dazu bestimmt, die existierende Arzt-Patienten-Beziehung zu unterstützen aber keinesfalls sie zu ersetzen!

Abschließender Hinweis: Sollten Sie hier Fehler trotz der sorgfältigen Recherchen erkennen, freuen wir uns über eine Nachricht an info@lipolymphoedem.de. Danke.

Weiterführende Beiträge:

Selbsttest zu Lipödem: habe ich ein Lipödem? oder eine Adipositas?

Ursachen des Lipödems: eine mitochondriale Erbkrankheit oder nur genetische Disposition?!

Psychische Ursachen von Ödemen?

Anamnese, d.h. Krankengeschichte des Lipödem

Lipödem und Folgeerkrankungen: Arthrose

Lipödem – Leaky Gut – PCO-Syndrom – Insulinresistenz – Diabetes

Lipödem Schmerzen: Druckschmerzen – Spannungsschmerzen an Beinen, Armen u.a.m.

Psychische Belastungen beim Lipödem: Lipödem und Depressionen

Lipödem und Epigenetik: Wie wir unser Erbgut steuern können

Stoffwechseltypen und Lipödem


Beiträge zur Ernährung bei Lipödem:
Aktuelle Ernährungsempfehlungen bei Lipödem und wissenschaftlicher Hintergrund

Anti-Entzündliche Ernährung bei Lipödem?

Paleo-Diät (Steinzeiternährung) bei Lipödem?

LOGI-Methode bei Lipödem?

Mitomolekulare Ernährung – die modifizierte LOGI-Methode bei Lipödem?

Lipidema RAD (rare adipose disorder) Diet aus den USA bei Lipödem?

LCHF-basierte Ernährung: Low Carb, High Fat (LCHF) bei Lipödem?

Intermittierendes Fasten und Autophagie (Mitophagie) als innovativer Behandlungsansatz bei Lipödem?

Welche Ernährungspyramide könnte bei Lipödem geeignet sein?

Allergene in den Lebensmitteln


Sport bei Lipödem

Print Friendly, PDF & Email