Bitte unterstützt meine Öffentlichkeitsarbeit zu LIPÖDEM mit einer kleinen Spende: Lipödem ist eine Stoffwechselstörung in den Mitochondrien IN den Zellen einer Frau! so meine Ergebnisse nach 6 Jahren zeitaufwendigen Recherchen und dem Fund der US-Gendatenbank

Behandlungsmöglichkeiten

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Das Portal für Laien (betroffene Frauen mit der besonderen Lymphgefäßerkrankung LIPÖDEM) wird laufend weiter ausgebaut!

Konservative Behandlungsmöglichkeiten des Lipödems sind:

Lipödem ist eine sog. Multisystem-Erkrankung: Bitte beachten Sie unseren aktualisierten Artikel zu
Lipödem – eine vererbte Mitochondriopathie (Erkrankung der Mitochondrien/Zellorganellen IN den Zellen)
und
Lipödem – eine Erbkrankheit?!

Mitochondrium mit der mtDNA

Mitochondrium mit der mtDNA

Hunderte medizinische Lehrbücher geben an, dass die eigentliche Ursache des Lipödems, die Fettstauungs-Krankheit mit Lymphgefäß-Insuffizienz unbekannt sei, und es demnach keine eigentliche kausale Behandlung der betroffenen Frauen gäbe. Es gibt aber ca. 30 Behandlungsmöglichkeiten bei Lipödem, von denen nur aus rechtlichen Gründen leider nur sehr wenige im Internet erklärt werden dürfen:

Aufgrund des Urteils vom BGH vom 6. Februar 2013 – I ZR 62/11 (Stichwort: „Merkmal der gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnis als Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Heilmittelwerbung“) können aus rechtlichen Gründen hier nur Behandlungsmethoden erklärt werden, bei denen umfangreiche wissenschaftliche Langzeitstudien nach den anerkannten Regeln und Grundsätzen wissenschaftlicher Forschung vorliegen, d.h. randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien mit einer adäquaten statistischen Auswertung, diese liegen aber bei einigen modernen Therapien des Lipödems der Frauen (noch) nicht vor! Und es ist auch fraglich, ob diese jemals durchgeführt werden. Ein echtes Dilemma. Bitte fragen Sie deswegen persönlich Ihren Arzt z.B. zur Mitochondrientherapie/Cellsymbiosis bei Lipödem (Orthomolekularmedizin).
Haben Sie Nitrostress? oder eventuell einen Vitamin D-Mangel und Vitamin B12-Mangel? Wie niedrig ist ihr ATP (Adenosintriphospat) (Ihre Stoffwechselleistung)? Ist Ihr CrP-Wert erhöht? Haben Sie also Entzündungen im Körper? Hierfür gibt es differenzierte Labordiagnostik (z.T. über Speziallabore: Analysen IN den Zellen und Lebensmittelallergietests)!

Wir möchten Ihnen folgenden praktischen Patientenratgeber ans Herz legen, gerade wenn Sie sich mit dem Gedanken einer kostenintensiven Fettabsaugung tragen:

Buchempfehlungen zur Cellsymbiosis®-Therapie, eine Mitochondrientherapie, hier werden ALLE Behandlungsmodule der Cellsymbiosis®-Therapie für eine Lipödem-Patientin verständlich dargestellt:

Chronisch gesund (Prinzipien einer Gesundheitspraxis)
Die Prävention und Therapie der heutigen Zivilisationskrankheiten nach dem Originalkonzept der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer
[Gebundene Ausgabe, 424 Seiten mit 337 Abbildungen]
HP Ralf Meyer (Autor)
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Ist die Cellsymbiosis-Therapie® eine geeignete Behandlungsmethode bei LIPÖDEM? Hierzu fehlen leider noch immer umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die durch dieses Informationsportal für Laien zu einer weitgehend unbekannten Volkskrankheit bei Mädchen ab der Pubertät und Frauen angeregt werden sollen.

Wir empfehlen Ihnen auch das aktuelle Fachbuch zur Mitochondrientherapie von Dr. sc. med. Kuklinski, Facharzt für Innere Medizin und Umweltmedizin und führender Experte zum Thema Mitochondrienmedizin, erschienen im April 2014 im AURUM Verlag
(Patientenratgeber:):
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Die Ursachen für Lipödeme sind einfach noch nicht endgültig erforscht, vieles deutet jedoch auf ein hormonelles Ungleichgewicht und eine erbliche Veranlagung hin. Das Lipödem ist eine ernstzunehmende Krankheit und kein kosmetisches Problem!

Um eine adäquate Diagnose und Therapie zu erhalten, wenden Sie sich bitte an Ihren Facharzt, einen Phlebologen oder Allgemeinmediziner, Internisten, Dermatologen, Lymphologen mit Kenntnissen des Krankheitsbildes Lipödem.

Phlebologen sind Fachärzte für Gefäßerkrankungen und Ihr Ansprechpartner bei Lipödem.

Hilfreich könnten auch Ärzte, die die besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin Ihren PatientInnen anbieten, sein (Stoffwechseldiagnostik, Stichwort: Mitochondrientherapie). Ob ein Lipödem eine sog. Mitochondriopathie ist, sind sich Schulmediziner und Ärzte, die die besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin Ihren PatientInnen anbieten, uneinig!

Eine Facharztsuche finden Sie z.B. bei der Bundesärztekammer www.baek.de

S1 Klassifikation Langfassung der Leitlinie: Lipödem, AWMF-Registernummer 037/012, Stand 21.1.2016, gültig bis 30.06.2020
(Federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
:
pdf

Für diese Informationen gelten unsere rechtlichen Hinweise.


Haftungsausschluß zu den Buchempfehlungen:
Alle Rechte der Texte liegen beim Autor bzw. bei den Autoren. Die Betreiberin dieses Informationsportals für Laien übernimmt keine Haftung für Schäden, die sich aus dem Gebrauch oder etwaigem Missbrauch der hier vorgestellten Heilverfahren und Therapien ergeben.

Glossar von A-Z

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Das Glossar befindet sich noch im Aufbau. Sollten Sie Fehler hier entdecken, freuen wir uns über eine Nachricht.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Abkürzungen und Begriffe von A-Z
A

Adipositas:
Menschen mit Body-Mass-Index (Körpermasseindex, BMI) von 30 oder höher; weiche, generalisierte Fettgewebsvermehrung des ganzen Körpers, besonders am Rumpf, oft auch an den Extremitäten, durch Überernährung, zu wenig Bewegung, Arzneimittel u.a.m. bedingt
Klassifikation nach ICD-10 E65-E68

alimentär:
durch das Essen bedingt

AMG:
Arzneimittelgesetz

ATP:

Adrenosintriphosphat (energiereiches Molekül)

autokrin:
selbst abgebend

B
Bioimpedanzanalyse (B.I.A.):
Status der Körperzusammensetzung, misst das Verhältnis von Wasser-, Fett- und Muskelanteilen im Körper, also Körperstrukturanalyse

BVL:
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

BMI:
Body-Mass-Index (Körpermassenzahl), eine Meßzahl zur Bewertung des Gewichts (WHO | World Health Organization 1998). Der BMI berechnet sich nach folgender Formel (Körpergewicht in kg) / (Körpergrösse in m)².
BMI-Kategorien (BMI in kg/m²):
starkes Untergewicht: < 15,9 kg/m²
mäßiges Untergewicht: 16,0–17,0 kg/m²
leichtes Untergewicht: 17,0–18,4 kg/m²
Normalgewicht: 18,5 – 24,9 kg/m²
Übergewicht (Präadipositas): 25,0 – 29,9 kg/m²
Adipositas Grad I: 30,0 – 34,9 kg/m²
Adipositas Grad II: 35,0 – 39,9 kg/m²
Adipositas Grad III (Adipositas permagna): ≥ 40,0 kg/m²


Berechnung Body Mass Index (BMI)



in KG
in cm
in ganzen Jahren

(c) BMI-Rechner.net | BMI

Body Mass Index (BMI) 3D-Rechner

C
Cellulite (Orangenhaut):
Dellenbildung der Haut

CED:
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

CST:
Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer

D
Dercum-Krankheit:
(auch Adiposis dolorosa, Adipositas dolorosa, Fettgewebs-Rheumatismus, Lipalgie, Lipomatosis dolorosa, Morbus Dercum, Neurolipomatosis)
Erkrankung des Fettgewebes bei Frauen und Männern

Diurese:
Harnausscheidung durch die Nieren

E
EBM:
Einheitlicher Bewertungsmaßstab für ärztliche Leistungen der KVB (Kassenärztliche Bundesvereinigung)

endogen:
anlagebedingt

Epidemiologie:
Verbreitung in Populationen

Exsikkose:
Austrocknung des Körpers

F
Fettödem (Lipödem):
symmetrische Fettverteilungsstörung mit Schmerzen und orthostatischem Ödem (ödematisiertes Fettgewebe bei Lipohyperplasie)

G
Gluten:
Kleber oder Klebereiweiß aus dem Samen einiger Getreidearten, siehe den Beitrag Allergene

H
HCV:
Health-Claims-Verordnung (Verordnung 1924/2006) gesundheitsbezogene Angaben

hereditär:
erblich

I
ICD-10:
Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (international Version 2011, in Deutschland ICD-10-GM Version 2012)

IGel-Leistungen:
individuelle Gesundheitsleistungen

IgE:
Immunglobuline E (Antikörper)

J

K
Kasein (Casein):
Proteinanteil der Milch

KPE:
Komplexe Physikalische Entstauungstherapie: manuelle Lymphdrainage, Kompressions- und Bewegungstherapie und Hautpflege

L
Laktase:
Enzym (wird im Darm gebildet), spaltet die Laktose, den Milchzucker, in die beiden Einfachzucker Glukose und Galaktose, siehe den Beitrag Allergene

Laktose:
Milchzucker

LCHF:
LowCarb, HighFat

LFGB:
Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch

Lipodystrophie:
Veränderungen des Unterhautfettgewebes (Stoffwechselsyndrom) bei Männern und Frauen

Lipödem (Fettödem):
symmetrische Fettverteilungsstörung mit Schmerzen und orthostatischem Ödem (ödematisiertes Fettgewebe bei Lipohyperplasie) fast ausschließlich bei Frauen (Anzahl der Fettzellen vermehrt)

Lipohyperplasia dolorosa:
schmerzhafte massenhaft vermehrte Fettgewebszellen von gleicher Größe

Lipohyperplasie:
massenhaft vermehrte Fettgewebszellen von gleicher Größe

Lipohypertrophie:
anlagebedingte Fettgewebsvermehrung der Extremitäten, symmetrisch, jede einzelne Fettgewebszelle vergrößert, beschwerdefrei

Lipolymphödem (auch Lip-Lymphödem, Liplymphödem):
Lipödem in Kombination mit einem primären Lymphödem
(Therapierichtlinien des Lymphödems)

LMKV:
Lebensmittelkennzeichnungsverordnung

Lymphödem:
sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlungen im Zwischenzellraum (Interstitium, Stroma), unsymmetrische Störung im Bereich der Gefäße
Klassifikation nach ICD-10: I89.0, I97.2, Q82.0

Lymphsystem:
im menschlichen Körper vorhandenes System, das eiweißreiche Gewebeflüssigkeit abtransportiert

M
MDK:
Medizinischer Dienst der Krankenkassen

metabolisches Syndrom:
vier Faktoren: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck (Hypertonie), veränderte Blutfettwerte (Dyslipidämie) und Insulinresistenz

Metabolismus:
Stoffwechsel

Mitochondriopathie (auch Mitochondropathie):
Oberbegriff für Erkrankungen der Mitochondrien (Zellorganellen, Energiekraftwerke, bilden das energiereiche Molekül Adenosintriphosphat, kurz ATP)

MSC:
EU-Bezeichnung für 100% reines ionisiertes Pulver aus den Fossilien der Original Sango-Meeres-Korallen aus Okinawa, Japan

N
NemV:
Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung vom 24.5.2004

Nitrostress:
ist die überhöhte Bildung des Radikals Stickstoffmonoxid (NO•) und seiner Folgeprodukte Peroxinitrit, Nitrotyrosin und Nitrophenylessigsäure im Körper

NO (Stickstoffmonoxid):
körpereigene Substanz, die stark gefäßerweiternd wirkt

O
Ödem (Wassersucht):
Schwellung des Gewebes durch Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem

P
Perometer-Messung:
zur Dokumentation der Volumenreduktion (Vermessung mit Lichtschranke, opto-elektronisch)

Phlebödem:
Wasseransammlungen im Gewebe

Phlebologen:
Fachärzte für Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen

Phlebostase:
Gefäßstauung

ph-Wert:
(lat.) potantia Hydrogenii = Konzentration des Wasserstoffs,
pH-Wert ist die Masseinheit für die Wasserstoff-Ionen-Konzentration, eine Lösung ist sauer bei pH < 7, neutral bei pH = 7 oder basisch bei pH > 7.

Prävalenz:
Krankheitshäufigkeit

progredient:
fortschreitend

Protein:
Eiweiss

Q

R

S
subkutan:
unter der Haut

T
TCM:
Tradionell Chinesische Medizin

TLA:
Tumeszenz-Lokalanästhesie

U

V
VO 1924/2006:
Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Aussagen

W

X

Y

Z
Zellulitis:
Entzündung des Unterhautzellgewebes

ZZulV:
Zusatzstoffzulassungsverordnung

Quellen:

http://de.wikipedia.org/
Lipödem-Fachliteratur und
umfangreiche Internetrecherchen seit 4 Jahren

Lipödem

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Hinweis der Autorin: Diese Zusammenstellung ist ausdrücklich für Laien und nicht für medizinische Fachkräfte/Fachärzte erstellt und soll deswegen so einfach und verständlich wie möglich sein, medizinische Fachausdrücke werden im Glossar erklärt.

Lip|ödem.
englisch: lipedema, lipoedema.

Chronische Fettgewebsverteilungsstörung, die selten erkannte, meist fortschreitende (progrediente) Erkrankung fast ausschließlich bei Mädchen nach der Pubertät und Frauen, psychisch oft sehr belastend.
Das Lipödem ist im weiteren Sinne ein lymphologisches Krankheitsbild (chronischer Lymphstau).
Das Lipödem darf nicht mit Adipositas verwechselt werden, wenngleich beide Formen der Fettgewebsvermehrung häufig zusammen auftreten. Diäten oder vermehrte Bewegung sind bei Lipödemen nicht besonders erfolgsversprechend. Gewichtsschwankungen und Übergewicht wirken sich allerdings negativ auf das Lipödem aus! Siehe auch die Messmethoden. Das Lipödem-Fett hat eine ganz andere Struktur als das gespeicherte Reservefett wie bei der Fettleibigkeit und kann kaum mit Diäten oder Sport abgebaut werden! Trotzdem ist regelmäßiger moderater Sport ohne Überbelastungen für eine Lipödem-Betroffenen sehr wichtig.

Anzahl der Betroffenen:

Es fehlt derzeit an wissenschaftlichen klinischen Langzeitstudien zur exakten Anzahl der an Lipödem-Erkrankten, Schätzungen zufolge sind es ca. 80.000 (Quelle: Dr. Ulrich Herpertz) wenn nicht 500.000 und mehr Frauen allein in Deutschland, die von der krankhaften Vermehrung von Fettzellen betroffen sind, manche gehen von fast 5 % aller erwachsenden Frauen aus (oft gibt es eine familiäre Häufung).
Es heisst, dass in den USA ca. 17 Millionen Frauen von Lipödem betroffen sind! Aber wird hier wirklich zwischen Lipödem und Adipositas unterschieden?

Ca. 20 % der übergewichtigen Frauen haben eine endogene (anlagebedingte) Fettgewebsvermehrung!

siehe auch M. Marshall; C. Schwahn-Schreiber: Prävalenz des Lipödems bei berufstätigen Frauen:
Zitat: „Geschätzt werden 3,5 Millionen Patientinnen, die an einer angeborenen Fettverteilungsstörung der Beine und Arme leiden“.

Klassifikation des Lipödems:

Diagnose-Schlüssel E88.- Sonstige Stoffwechselstörungen E88.20 ICD-10-GM 2017 E88.20 Lipödem, Stadium I
E88.21 Lipödem, Stadium II
E88.22 Lipödem, Stadium III
Quelle: DIMDI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, www.dimdi.de,
und www.icd-code.de/suche/icd/code/E88.-.html

früher: ICD-10 R60.9 Kapitel XVIII (= nicht näher bezeichnetes Ödem: Flüssigkeitsretention ohne nähere Angabe[n]) in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz: ICD-10) der WHO (= Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organization)

Mitochondrium = Zellorganelle @ Mopic/fotolia.com #22891965

Mitochondrium @ Mopic/fotolia.com #22891965

Ursachen:

An der St. George’s University of London (Pia Ostergaard (PhD), Project: „Genetic Analysis of Lipoedema“) wird derzeit eine wissenschaftliche Untersuchung von LIPÖDEM durchgeführt, um die genetischen Ursachen zu identifizieren.
Komplementärmediziner, die sich mit der Besonderen Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation) beschäftigen, geben an, dass bei Lipödem ein Energieverlust IN den Zellen (oder Fettzellen) vorliegt, Lipödem also eine vererbte Mitochondriopathie sei.

Hieraus ergeben sich natürlich ganz neue Therapien, nämlich die Multimodale Mitochondrientherapie statt Fettabsaugungen (Liposuktionen)!
Es bedarf weiterer umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen mit einer großen Patientinnen-Zahl, um die kausalen Behandlungsmethoden für diese Volkskrankheit bei Frauen endlich zu finden.

Weitere Quellen und wissenschaftliche Referenzen finden Sie hier.

Aktuelle Literaturempfehlung zur Regenerativen Mitochondrienmedizin, einem Behandlungsansatz bei Lipödem, einer Genmutation in der mtDNA der Mitochondrien?

Voll fertig! Bin ich nur müde oder schon krank?: Mehr Energie und Gesundheit dank neuer Erkenntnisse aus der Mitochondrien-Medizin
Broschiert – 18. April 2016 (Neuerscheinung!)
Autoren: Dr. med. Klaus Erpenbach, Heike Schröder, Dr. Bodo Kuklinski
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Die Ursachen der symmetrischen (beidseitigen) Unterhautfettgewebsvermehrung waren bisher nicht bekannt und noch nicht ausreichend erforscht, in der Fachliteratur in vielen Büchern zu Lymphgefäßerkrankungen wird immer angegeben, es gäbe keine kausale Therapie, weil die Ursachen nicht bekannt seien, können

  • genetisch (also eine Erbkrankheit) und/oder
  • hormonell sein?
  • Mikroangiopathie (Störung der feinsten Blutkapillaren)?
  • schleichende Entzündung der bindegewebigen Strukturen?
  • Möglich wäre aber auch, dass ein Lipödem bei erblicher Veranlagung durch jahrelangen Nitrostress (nitrosativer Stress) nach z.B. HWS-Schleudertrauma, Infektionen oder durch viele weitere Faktoren ausgelöst wird oder zumindest dabei auftritt, ist ein Lipödem eine sog. Mitochondriopathie? Liegen Defekte an den Mitochondrien vor? hier sind sich Schulmediziner und Ärzte, die die besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethode Mitochondriale Medizin (keine Ärztekammer-Qualifikation) Ihren PatientInnen anbieten, uneinig!
  • Liegt bei Lipödem ein Leaky Gut Syndrom, der löchrige Darm vor?
    Hierzu fehlen umfangreiche wissenschaftliche Studien, die dieses Portal anregen möchte.

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Die Anzahl der Fettzellen an den Beinen und Armen bei Lipödem-Patientinnen scheint veranlagebedingt vermehrt, also höher als normal (Stichwort: Östrogene, den weiblichen Sexualhormonen wird bei der Entstehung eines Lipödem eine entscheidende Bedeutung beigemessen).
Ggfs. kann Übergewicht (bei erblicher Disposition) auch ein Lipödem auslösen!

Warum ist Lipödem weitgehend unbekannt?
„Loch im Lehrbuch“: Warum ist LIPÖDEM so vielen Ärzten gar nicht bekannt? Weil diese weit verbreitete Volkskrankheit bei Frauen nicht in den einschlägigen Lehrbüchern für Medizinstudenten bei älteren Auflagen vorkam!, z.B. bei über 1.300 Seiten zu „Innere Medizin und Chirurgie“ wurden zwar Themen wie Diabetes, Adipositas und Lymphödem behandelt, aber nicht das Lipödem oder die Mitochondriopathien mit zig Millionen Patientinnen weltweit. Zudem werden Erkrankungen der Lymphgefäße im Medizinstudium nur am Rande kurz behandelt; wenn Medizinstudenten zu Lymphgefäßerkrankungen nicht richtig ausgebildet wurden, können sie später als Fachärzte diese schon aufgrund der Disproportion im Körper so offensichtliche Erkrankung bei Frauen nicht diagnostizieren.

Vorkommen:

Die symmetrische Unterhaut-Fettgewebsvermehrung überwiegend der unteren, selten der oberen Extremitäten tritt fast ausschließlich bei Mädchen nach der Pubertät und Frauen auf.

In sehr seltenen Fällen tritt bei Männern ein Lipödem bei schwerer Leberschädigung oder nach Hormontherapie auf.

Lipödem wird schon vor tausenden Jahren in der Geschichte wie folgt erwähnt, gibt es womöglich solange es Frauen gibt?:

  • 25.000 v. Chr. (jüngere Altsteinzeit) in der Kalkstein-Skulptur „Venus von Willendorf“ in Niederösterreich
  • vor ca. 5.000 Jahren auf Malta (steinerne Statue der Großen Göttin im Tempel Hal Tarxien)
  • und im alten Ägypten vor ca. 3.500 Jahren (Relief der Fürstin von Punt, Hatschepsut-Tempel).
  • Von den beiden amerikanischen Ärzten Allen und Hines wird 1940 der Ausdruck Lipödem für die Fettgewebsverteilungsstörung geprägt (Allen, E. V., Hines, E. A., Jr. Lipedema of the legs: a syndrome characterized by fat legs and orthostatic edema. Proc. Staff Mayo Clin. 15: 184-187, 1940).
  • In der Kunst z.B. die Plastik von Fernando Botero (kolumbianischer Maler und Bildhauer) „Liegende Frau mit Frucht“, geb. 1932 (ist dies Lipödem oder Adipositas?)

Ausprägungen:

Ein Lipödem kann in geringem Umfang schon im Teenager-Alter (Pubertät) auftreten oder auch später, manchmal sind nur wenige Körperregionen (z.B. nur Beine, oder Beine und Arme) betroffen; wenn es unbehandelt bleibt, kann es bei manchen Frauen immense Ausmasse annehmen.
Die symmetrische Häufung von Fettgewebe tritt vor allem seitlich an den Hüften/Gesäß und Oberschenkeln und Oberarmen auf, im späteren Verlauf auch im Nacken, an den Unterarmen und Unterschenkeln.

Drei Stadien des Lipödem:

Stadium I. Haut glatt, feinknotiges Fettgewebe, wenig Orangenhaut, Schwellung hört beim Knochen auf, Vorfusszehen frei
Stadium II. grobknotige Hautoberfläche mit Dellen (Matratzenphänomen)
Stadium III. ausgeprägte Fettlappen (Hautwülste) behindern das Gehen

Fünf Schweregrade des Lipödem:

Typ I: Fettgewebsvermehrung im Bereich von Gesäß und Hüften
(Reiterhosenphänomen)
Typ II: Das Lipödem reicht bis zu den Knien, Fettlappenbildungen im
Bereich der Knieinnenseite
Typ III: Das Lipödem reicht von den Hüften bis zu den Knöcheln
Typ IV: Arme und Beine sind bis zu den Handgelenken/Knöcheln,
also mit Ausnahme der Füße und Hände betroffen
Typ V: Lipolymphödem mit vermehrter Wassereinlagerung in Hand- und Fußrücken sowie Fingern und Zehen (Mischform aus Lipödem und Lymphödem, fortgeschrittenes Stadium)
(Quellen: Wikipedia: Lipödem)
und S1 Klassifikation Leitlinie: Lipödem, AWMF-Registernummer 037/012, Stand: 31.10.2015, gültig bis 30.06.2020
(Federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
seit 1998 gibt es die Leitlinien „Lipödem“ von der DGP.

Entwicklung:
Die fast nur Frauen betreffende Erkrankung des Fettgewebes kann unbehandelt in der Elefantiasis enden.
Aufgrund der Beschwerden und der optischen Veränderungen entwickeln Lipödem-Patientinnen nicht selten psychovegetative Störungen bis hin zu Depressionen.

Einfacher erster Selbsttest: „Habe ich ein Lipödem? oder eine Adipositas?“ für Laien bevor ein Phlebologe, Lymphologe, Dermatologe oder Internist mit Kenntnissen des Lipödems aufgesucht wird

Diagnose:

Die Diagnosestellung erfolgt mittels

  • Anamnese (Ergebnis der Erhebung durch den Facharzt),
  • Inspektion und
  • Palpation (Untersuchung des Körpers durch Betasten), also Erfahrungsbericht der Patientin sowie
  • Sicht- und Tastbefund durch den Facharzt: das sog. „Kaposi-Stemmer-Zeichen“ (Stemmersches Zeichen, auch Stemmer-Zeichen) ist bei Lipödem-Patientinnen immer negativ (Finger und Hände sind ödemfrei!): die Haut ist an den Vorfüßen abhebbar. Das positive Kaposi-Stemmer-Zeichen ist ein klinisches Zeichen für das Vorliegen eines Lymphödems. (Quelle: Stemmer’s sign–possibilities and limits of clinical diagnosis of lymphedema Autor: R. Stemmer)

Spezielle Diagnostikverfahren beim Lipödem von A-Z:

  • Bioimpedanzanalyse:
    Status der Körperzusammensetzung, misst das Verhältnis von Wasser-, Fett- und Muskelanteilen im Körper
  • Computertomographie
  • Druckschmerzmessungen (Pressure algometry Dr. Anett Reißhauer)
  • Fluoreszenzmikrolymphographie:
    minimal–invasive Darstellung der Lymphgefäße
  • Funktionslymphszintigraphie (nach H. Weissleder):
    bei Verdacht auf ein begleitendes Lymphödem
  • Perometermessung:
    zur Dokumentation der Volumenreduktion (Vermessung mit Lichtschranke, opto-elektronisch)
  • Plethysmografie (auch Plethysmographie geschrieben):
    Messverfahren der Voluminaschwankungen eines Körperteils
  • Sonographie:
    Ultraschallanwendung = bildgebendes Verfahren, das Unterhautfettgewebe wird sichtbar gemacht, Duplex-Ultraschall
  • Venendruckmessung

Differenzialdiagnostik:

Ausschluß einer beschwerdefreien Lipohypertrophie (Wikipedia zu Lipohypertrophie (vergrößerte Fettzellen, keine Druckschmerzen und keine Hämatome)
es sollte durch Fachärzte auch abgeklärt werden, ob nicht folgende Erkrankung vorliegt:

Symptome:

  • Verhärtung des Unterhautgewebes, Spannungsgefühl mit Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit (verstärkt abends und an heißen Tagen)
  • Kälteempfindlichkeit
  • Neigung zu blauen Flecken/Einblutungen/Hämatomen bei nur leichtem Anstoßen
  • angeschwollene Beine bei längerem Sitzen und Stehen
  • Schweregefühl in den Beinen
  • Celluite und Orangenhaut

Typische klinische Merkmale beim Lipödem sind also Fettvermehrung, Dysproportion, orthostatische Ödeme, Berührungs-, Spannungs- und Druckschmerzhaftigkeit und Hämatomneigung.

Folgeschäden, Komplikationen des Lipödems:

  • Belastung der Gelenke durch das Übergewicht, Verschleißerkrankungen der Knie-, Hüft- und Sprunggelenke, X-Beine
  • ggfs. psychische Veränderungen (Reizbarkeit und Depressionen aufgrund der Körperverformungen),
  • Gewichtszunahme durch „Frust-Essen“,
  • Risiko eines metabolischen Syndroms,
  • möglicherweise Entwicklung eines Lipolymphödems, falls das Lipödem nicht behandelt wird
  • u.a.m.

Cellulite und Lipödem u.ä. in der Kunst:

  • Im 17. Jahrhundert malte Peter Paul Rubens „Die drei Grazien“ (um 1635) mit Cellulite im fortgeschrittenen Stadium (ausgestellt im Museo del Prado, Madrid).
  • Amadeo Modigliani: Nude „Liegender Frauenakt auf weißem Kissen“ (1917): eine Reithosen-Lipomatose?
  • H.L. Kordecki: „Eva“ (2011): schlank taillierte, junge Frau mit Lipödem der Arme und Beine

In früheren Epochen suggerierte Molligkeit bei Frauen den Wohlstand.

Quellen:

Leitlinie Phlebologie: Lipödem der Beine von V. Wienert, E. Földi, W. Schmeller, E. Rabe,
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
http://de.wikipedia.org/
Lipödem-Fachliteratur und
umfangreiche Internetrecherchen als freiberufliche Publizistin über mehr als fünf Jahre

Autorin:

Dagmar Schmidt-Neuhaus, nach Studium der Betriebswirtschaftslehre seit mehr als 26 Jahren freiberufliche Onlineredakteurin und seit mehreren Jahren als freie Publizistin in München tätig


Das Medizinportal für Laien www.lipolymphoedem.de wird laufend weiter ausgebaut!

 

Rechtlicher Hinweis:

Alle Informationen sind unverbindlich und alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Sie sind für Patienten/Innen gedacht, die gesundheitliche und allgemeine medizinische Fragen haben.

Das Informationsangebot auf www.lipolymphoedem.de ersetzt in keinem Fall eine Untersuchung, persönliche Beratung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt oder Therapeuten. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte zu Lipödem und zur mitochondrialen Medizin können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Insbesondere werden hier keine Ferndiagnosen oder individuelle Therapievorschläge erstellt. Bitte vereinbaren Sie daher bei gesundheitlichen Problemen immer auch persönlich einen Termin bei Ihrem Arzt bzw. Therapeuten!

Die verfügbaren Informationen auf dieser Website sind dazu bestimmt, die existierende Arzt-Patienten-Beziehung zu unterstützen aber keinesfalls sie zu ersetzen!

Abschließender Hinweis: Sollten Sie hier Fehler trotz der sorgfältigen Recherchen erkennen, freuen wir uns über eine Nachricht an info@lipolymphoedem.de. Danke.


Haftungsausschluß zu den Buchempfehlungen:
Alle Rechte der Texte liegen beim Autor bzw. bei den Autoren. Die Betreiberin dieses Informationsportals für Laien übernimmt keine Haftung für Schäden, die sich aus dem Gebrauch oder etwaigem Missbrauch der hier vorgestellten Heilverfahren und Therapien ergeben.

Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine sichtbare und tastbare Schwellung eines Körperteils, die auf der Ansammlung nicht abtransportierter Flüssigkeit mit Eiweiß, Elektrolyten und Lymphozyten beruht.

Das Lymphödem ist Folge einer Lymphgefäßschädigung. Es ist gekennzeichnet durch ungenügenden Abtransport der lymphpflichtigen Substanzen, speziell der Eiweißkörper aus dem Zwischenzellgewebe.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Ödemformen führt das unbehandelte Lymphödem zu schweren Sekundärschäden des gestauten Gewebes. Nur eine frühzeitige Diagnose und die konsequente Anwendung anerkannter und moderner Behandlungsmaßnahmen können eine Fortschreitung der Erkrankung und die damit verbundene Einschränkung der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit der Betroffenen verhindern.

Wodurch entsteht ein Lymphödem?

Hier müssen wir zwischen primären und sekundären Lymphödemen unterscheiden:

Ein primäres Lymphödem entsteht durch eine angeborene Fehlbildung (vererbbar!) im Lymphsystem.

Von einem sekundären Lymphödem sprechen wir, wenn eine andere Ursache zugrunde liegt, z.B. Verletzungen, Lymphgefäßentzündungen, ärztliche Eingriffe, Insektenstiche, Narben, Pilzerkrankungen, Tumore.

Begünstigt wird das Lymphödem durch mangelnde Bewegung und Übergewicht.

Einteilung in klinische Stadien:
Stadium 1: spontan reversibel, weiche und teigige Schwellung, Dellen eindrückbar, keine Hautveränderungen
Stadium 2: spontan irreversibel, beginnende Fibrose, Dellen kaum eindrückbar, manchmal Hautveränderungen
Stadium 3: ausgeprägte Form, Elephantiasis, Fibrose, typische chronische Hautveränderungen

Unterscheidung primäres und sekundäres Lymphödem, Mischformen:

Primäres Lymphödem: Angeborene Entwicklungsstörung der Lymphgefäße und/oder Lymphknoten, meist progressiv verlaufend.

Sekundäres Lymphödem: Erworbenes Lymphödem durch Entzündung, Nematoden-Infektion oder meist durch diagnostische oder therapeutische ärztliche Maßnahmen (Iatrogenes Lymphödem).

Artifizielle Lymphödeme
sind entstanden durch Selbstschädigung des Patienten.

Lipolymphödem: Fettgewebsverteilungsstörung mit sekundärer Schädigung des Lymphgefäßsystems.

Phlebolymphostatisches Ödem: Lymphgefäßschädigung als Folge einer CVI (Chronisch Venöse Insuffizienz).

 
Wie kann man ein Lymphödem behandeln?

Kurzstreckige Lymphbahnzerstörungen können vom Körper durch den Ausbau von Umleitungsbahnen umgangen werden. Diese Umleitungsbahnen sind aber nicht so leistungsfähig wie die ursprünglichen Gefäße, da sie kleiner und klappenlos sind. Langstreckig zerstörte oder krankhaft veränderte Lymphgefäße lassen sich dagegen bis heute nicht ersetzen oder heilen.
Die Behandlung muss sich darauf beschränken, die Auswirkungen dieser Lymphgefäßerkrankung zu bekämpfen. Sie zielt darauf ab, das Lymphödem im reversiblen Stadium zu halten. Reversibel heißt, dass z. B. das Bein einmal im Verlauf eines Tages seine normale Kontur annimmt.

Um ein Lymphödem langfristig im reversiblen Stadium zu halten, ist eine konsequente Kompressions- und Entstauungstherapie notwendig. Zu Beginn wird oft mit manueller Lymphdrainage und straffen Kompressionsverbänden entstaut. Die intermittierende pneumatische Kompression (IPK) mit modernen Therapiegeräten ist ebenfalls eine anerkannte und wichtige Therapieform.

Die manuelle Lymphdrainage wird von speziell ausgebildeten Lymphtherapeuten durchgeführt.
Zur Erhaltung des Therapieerfolges ist das anschließende Wickeln und das tägliche Tragen von Kompressionsstrümpfen (-hosen) nach Maß unbedingt erforderlich.

Die gesamte Therapie wird heute komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE)“ genannt und sollte vom Facharzt überwacht werden.

Seit vielen Jahren gibt es verschreibungsfähige Geräte zur sogenannten intermittierenden pneumatischen Kompression (IPK), die im Laufe der Zeit dem Stand der Wissenschaft entsprechend weiter entwickelt wurden.
Die Firma Villa Sana bietet ein solches modernes Gerät unter den Namen Lympha Press an.
Zur Behandlung von Lymphödemen ist es wichtig, dass die Manschetten dieser Geräte viele überlappende Luftkammern haben, weil so der schonende Abtransport der gestauten Flüssigkeit gewährleistet wird. Die besonderen Vorteile des Lympha Press-Systems sind der effektive, kurze Therapiezyklus und die nahezu 50 verschiedenen Manschettenformen und -größen und die Größenverstellbarkeit, die eine optimale Passform ermöglichen. Die leichte Bedienbarkeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium.

In begründeten Fällen kann ein Arzt ein Lympha Press-Gerät zur Heimtherapie verordnen, um die Behandlung auch zu Hause zu ermöglichen. Idealerweise hat ein verordnender Arzt eine lymphologische Ausbildung und Erfahrung mit den unterschiedlichen Gerätesystemen. Bei der Verordnung eines Heimgerätes ist von der Patientin eine Zuzahlung i.d.R. in Höhe von 10 Euro zu bezahlen.
Bei fortgeschrittenen Lymphödemen empfiehlt sich eine stationäre Behandlung in einer Spezialklinik von ca. vier Wochen Dauer.

Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) besteht aus folgenden Massnahmen:

1. Manuelle Lymphdrainagen (ML/MLD)

2. Kompressionstherapie: Kompressionsstrümpfe, Kompressionsbandagen und ggfs. AIK (Apparative Intermittierende Kompression)

3. Bewegungstherapie

und

4. Hautpflege

Bitte beachten Sie die Kontraindikationen für eine KPE, dies kann der lymphologisch erfahrene Arzt entscheiden, wie z.B. bei:

  • Wundrose (Erysipel)
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • schwerer nicht eingestellter Bluthochdruck
  • Neuropathie
  • u.a.m.

Kompressionsstrümpfe

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Kompressionsstrümpfe zur Behandlung des Lipödems erzeugen Druck auf das Gewebe, es gibt vier Stärkegrade also Kompressionsklassen (CCL/KKL 1 bis 4).

Eine Lipödem-Patientin benötigt eine Flachstrickversorgung, da Flachstrick-Kompressionsstrümpfe eine höhere Wandstabilität haben, rundgestrickte Kompressionsstrümpfe sind zu dünn.

Sie können die Kompressionsstrümpfe im medizinischen Fachhandel, also in Sanitätshäusern und Apotheken erhalten, sie werden bei Lipödem i.d.R. ärztlich verordnet (Rezept für ein medizinisches Hilfsmittel) und können nach Maß gefertigt werden. Die Krankenkassen bezahlen bei Notwendigkeit i.d.R. zwei Paar Strümpfe pro Jahr oder auch mehr in medizinisch begründeten Einzelfällen je nach Krankenversicherung.

Zum An- und Ausziehen gibt es Hilfen wie Anziehhilfen (z.B. Hospitalbutler), Gleitsocken oder Gummihandschuhe, die durch das Umstülpen von oben nach unten das An- und Ausziehen erleichtern.

Weitere Details finden Sie vorerst hier im Wikipedia-Beitrag zum Kompressionsstrumpf.