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Ist Nitrostress eine mögliche Ursache für Lipödem bei genetischer Veranlagung?

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Viele Krankheiten haben einen gemeinsamen Nenner, so die neuesten Erkenntnisse: die Mitochondrien (d.h. Zellorganellen, die Kraftwerke der Zellen).

Ist jahrelanger Nitrostress (auch nitrosativer Stress genannt) eine der Ursachen für oder eine Begleiterscheinung beim Lipödem der Mädchen ab der Pubertät und Frauen neben erblicher Veranlagung und hormonellen Faktoren?
Hierzu fehlen umfangreiche wissenschaftliche randomisierte und doppelt-placebokontrollierte Langzeitstudien, wir möchten hiermit die Universitäten, Kliniken, Forschungsinstitute und Fachärzte öffentlich anregen, diese Studien umgehend durchzuführen – Frage an die Wissenschaftler und Fachärzte: Ist Lipödem eine sog. Mitochondriopathie?

Literaturempfehlung (aktuelles Fachbuch zur Mitochondrienmedizin von Dr. sc. med. Bodo Kuklinski):
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Was ist Nitrostress?

In geringen Mengen benötigt der menschliche Körper Stickstoffmonoxid (NO) und Sauerstoffradikale für Stoffwechselvorgänge!

Nitrostress ist die überhöhte Bildung des Radikals Stickstoffmonoxid (NO•) und seiner Folgeprodukte Peroxinitrit, Nitrotyrosin und Nitrophenylessigsäure im Körper, siehe Wikipedia. Nitrostress, der bisher relativ unbekannt ist, hat einen sehr komplexen, biochemischen Hintergrund, der für einen Laien kaum verständlich ist.
Folgen von Nitrostress sind Störungen im Energie- und Hormonstoffwechsel, die Enzyme in den Kraftwerken der Zellen, die Mitochondrien, werden gehemmt (Blockade der ATP-Produktion, Energieverlust intrazellulär). Ein Teufelskreis entsteht.

Mitochondrium

Mitochondrium (= Zellorganelle) innerhalb der Zellen des menschlichen Körpers © 2013 istockphoto.com/Raycat

 

Vereinfachte schematische Darstellung der menschlichen Zelle mit Mitochondrien © 2013 istockphoto.com/czardases

Vereinfachte schematische Darstellung der menschlichen Zelle mit Mitochondrien © 2013 istockphoto.com/czardases

 

Der menschliche Körper eines Erwachsenen hat ca. rund 30 Billionen mikroskopisch kleine Zellen (100 Billionen gemäß dieser Quelle: Spektrum der Wissenschaft). Mitochondrien sind Bestandteile der Zellen (Zellorganellen mit Doppelmembran) und werden als die „Kraftwerke“ der Zellen bezeichnet. Sie stellen die Energie her, die für fast alle Reaktionen des menschlichen Organismus notwendig sind, sie bilden also das energiereiche Molekül ATP = Adenosintriphosphat. Sie sind in allen menschlichen Zellen vorhanden, außer in den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten.

Mitochondrien haben eine eigene DNA (mtDNA). In den Zellen befinden sich jeweils bis zu 5.000 oder gar 6.000 Mitochondrien wenn nicht bis zu 10.000, eine Eizelle hat ca. 20.000 Mitochondrien, manche Ärzte sagen sogar 100.000.

Weitere Details finden Sie in dem Wikipedia-Beitrag zum Mitochondrium.


Mögliche Ursachen von Nitrostress, der vermehrten Bildung von Stickstoffmonoxid:

Wodurch könnte eine Stickstoffmonoxid = NO-Überproduktion bei Lipödem-Patientinnen entstehen?

  • chronische Entzündungen
  • schwere virale Infektionen (z.B. Epstein-Barr-Virus EBV), bakterielle Infektionen (z.B. Borreliose, B12-Malabsorption durch Helicobacter-pylori-Infektion) und parasitäre Infektionen
  • toxische Belastungen mit Chemikalien und Umweltgiften (Schwermetalle u.a.m.)
  • Nikotin
  • evtl. Impfungen
  • Elektrosmog (durch Handys, W-LAN Wireless Local Area Network, Schnurlostelefone, Bluetooth Funktechnik)
  • physische Traumata, insbesondere im Bereich Kopf und Hals, Instabilitäten der Halswirbelsäule, des Genickgelenkes
    (Literaturempfehlung: Das HWS-Trauma von Dr. B. Kuklinski)
  • starke  anhaltende geistige und körperliche Belastungen, Psychostress, Burn-Out
  • Schockerlebnisse und schwere psychische Traumatisierungen
  • nitrit-/nitratreiche Nahrung z.B. Wurst mit Nitritpökelsalz; Lebensmittelzusätze, Konservierungsstoffe
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • kohlenhydratreiche Ernährung
  • oxidativer Streß (zu viele freie Radikale)
  • gewisse Dauermedikamente
  • Störfelder (z.B. wurzelbehandelte Zähne oder chronisch entzündete Mandeln)
  • u.a.m.

Diverse Stressoren können die Stickoxid-Werte im Körper drastisch erhöhen und einen biochemischen Teufelskreis verursachen.
Nachfolgend das Modell für NO/ONOO–oxidativ-entzündliche Krankheiten nach Prof. Dr. Martin Pall, Professor für Biochemie und Grundlagenwissenschaften in der Medizin an der Washington State University (USA):

Nitrostress
(O2- freie Radikale, NO = Stickxoid + ONOO- = Peroxynitrit-Zyklus)

Diagnose von Nitrostress:

Die mitochondriale Aktivität, also die Aktivität der Mitochondrien, lässt sich über einen Arzt mit Kenntnissen von Mitochondriopathien, also einer Praxis für Ganzheitliche Medizin, bestimmen.

Ein anscheinend normaler Vitamin B12-Blutspiegel bedeutet nicht, dass der Stoffwechsel wirklich optimal bei einer Lipödem-Patientin funktioniert! Der sonst von Fachärzten durchgeführte einfache B12-Blutserumtest wird nicht mehr als wirklich verlässlich angesehen, deswegen ist ein MMS-Test (bei latentem Vitamin B12-Mangel) sehr zu empfehlen:

Vitamin B-12 Urintest
Laborchemische Analyse von Methylmalonsäure im Urin zur Bestimmung des Vitamin B-12 Status, der erhöhte Nachweis der Methylmalonsäure im Urin ist ein indirekter Marker für einen Vitamin B12–Mangel.
Hersteller: Medivere
Preis: EUR 45,07
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Bei diesem Test ist eine Erstattung durch die Krankenkasse nicht immer gewährleistet, bitte fragen Sie vorher Ihre Krankenkasse zur Kostenübernahme, ggfs. sind die einmaligen Kosten in Höhe von 45,07 Euro brutto von der Patientin selbst zu zahlen.

Ein Nitrostress®-Urintest (87,88 Euro brutto iGel-Leistung, zu Hause von der Patientin im Schnelltest oder vom Facharzt durchgeführt) kann bestimmte Stoffwechselabfallprodukte, die durch die erhöhte Produktion von Stickstoffmonoxid entstehen, nachweisen (Nitrophenylessigsäure, Citrullin im Urin und Methylmalonsäure im Urin/g Kreatinin):
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Die Methylmalonsäure (MMS, english MMA) ist ein Marker für Vitamin B12-Mangel.
Citrullin ist eine Aminosäure, die bei nitrosativem Stress vermehrt ausgeschieden wird.
Nitrophenylessigsäure, ein Abbauprodukt von Nitrotyrosin, wird bei Nitrostress auch vermehrt ausgeschieden.

Diese Parameter sind also wichtig zur Identifizierung von Nitrostress: Citrullin, Nitrotyrosin, Methylmalonsäure und Nitrophenylessigsäure.

Therapie von nitrosativem Stress:
Bitte fragen Sie hierzu Ihren Facharzt mit Zusatzausbildung in orthomolekularer Medizin/Mitochondrienmedizin, die Behandlung kann nur von Fachkundigen durchgeführt werden! Haben Sie eine erhöhte MMA- (Methylmalonic acid = MMS Methylmalonsäure) und Homocystein-Serumkonzentration? Bitte informieren Sie sich über Methoden zur Normalisierung der Stoffwechsellage, Stoffwechselwege sind sehr komplex!
Wir warnen hiermit ausdrücklich vor Selbstmedikation!

Bei Verdacht auf B-12-bedingten Stoffwechselproblemen empfiehlt sich die starke Reduktion von glutenhaltigen Kohlenhydraten aus Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und Hafer.

Ernährungsumstellung:
Bei Vorliegen von Nitrostress ist eine kohlenhydratarme Ernährung zu empfehlen (LOGI-Methode = LOw Glycemic and Insulinemic Diet, ein alternatives, wissenschaftlich abgesichertes Ernährungskonzept, eine zucker- und stärkereduzierte Kost), d.h. eher wenig Kohlenhydrate, v.a. komplexe Kohlenhydrate.
Warum? Aus Kohlenhydraten entsteht Laktat, welches das ATP-Recycling blockiert!

Literaturempfehlungen zur LOGI-Ernährung:
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Jeder Mensch ist individuell verschieden und benötigt deswegen auch eine angepasste und auf ihn abgestimmte Behandlung und Ernährung!


Historie:

1998 erhielten die drei amerikanischen Wissenschaftler Louis J. Ignarro, Ferid Murad und Robert Francis Furchgott den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der wichtigen Bedeutung des Stickstoff-Monoxids (NO) für das Herz-Kreislauf-System.


Wissenschaftliche Studien zu Lipödem und Nitrostress:

Es gibt unseres Wissens nach noch viel zu wenige Studien zu den Zusammenhängen von nitrosativem Stress und Lipödem bei Mädchen ab der Pubertät und Frauen und erst wenige Mediziner kennen diese Stoffwechselprozesse.

Warum ist die mitochondriale Medizin nicht so bekannt? Dies liegt an den ca. 30-40 mitotropen Substanzen, also den Naturstoffen, die essentiell den Energiestoffwechsel unterstützen und die nicht patentierbar sind!
Die Wissenschaftler sollten klären, ob Lipödem eine „erworbene Mitochondriopathie“ ist, also dabei eine eingeschränkte Fähigkeit der Mitochondrien ATP, das universelle Energiemolekül Adenosintriphosphat, zu produzieren, vorliegt, der ATP-Wert und das Laktat-Pyruvat-Verhältnis lässt sich bei JEDER Patientin messen, nur führen viele Fachärzte leider noch nicht diese Messungen durch.

Der Mangel an speziellen Vitalstoffen muss in der Zelle, nicht nur im Blut nachgemessen werden! Bitte fragen Sie hierzu Ihren Facharzt mit Kenntnissen der orthomolekularen Medizin.


Quellen und Literaturempfehlungen zu Nitrostress:

Biochemiker Dr. Martin Pall, Washington zu NO/ONOO-Zyklus-Erkrankungen,
das Modell für NO/ONOO–oxidativ-entzündliche Krankheiten (Das zehnte Krankheitsparadigma) beschreibt viele Krankheiten, die in direktem Zusammenhang mit erhöhter Stickoxidbildung stehen:
Dr. Palls Buch Explaining „Unexplained Illnesses“ (Die Erklärung „ungeklärter Krankheiten“) zu Multisystemerkrankungen (2007)
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Vom Autor HP Ralf Meyer zu Dr. med. H. Kremer
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