Bitte unterstützt meine Öffentlichkeitsarbeit zu LIPÖDEM mit einer kleinen Spende: Lipödem ist eine Stoffwechselstörung in den Mitochondrien IN den Zellen einer Frau! so meine Ergebnisse nach 6 Jahren zeitaufwendigen Recherchen und dem Fund der US-Gendatenbank

PatientInnen-Rechte

Lipödem bei Frauen

„Mrs. Lipedema“ (links)

Fakt ist: die Heilhaftpflichversicherer, die für Ärzteschäden aufkommen sollen, finanzieren einen Teil der medizinischen Gutachterkosten! Die Gutachterkommissionen in den Bezirksärztekammern sind somit entgegen ihren Angaben nicht unabhängig und objektiv.

Wenn Sie bei einem Facharzt eine Lipödem-Behandlung erhalten haben, und das Gefühl haben, dass dem Arzt, dem Sie als Patientin vertrauten, Behandlungsfehler passiert wären, könnten Sie sich für eine kostenlose, „neutrale und unabhängige“ Beratung an folgende Stelle wenden: UPD Unabhängige Patientenberatung Deutschland. Es gibt 21 regionale UPD Beratungsstellen in Deutschland, somit auch eine in Ihrer Nähe, wo Sie persönlich nach Terminvereinbarung sich beraten lassen könnten. Aber: wie unabhängig sind wirklich die UPDs? wie und vor allem von wem werden Sie finanziert? Eine Erklärung findet sich im § 65b SGB V Sozialgesetzbuch: Förderung von Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung.

Zudem gibt es Gutachterkommissionen für Fragen ärztlicher Haftpflicht in den Bundesländern, wo Sie ein „kostenfreies“ PatientInnen-Gutachten nach einer fehlgeschlagenen Behandlung beantragen könnten. Dieses könnte der vor- bzw. außergerichtlichen Klärung von Behandlungsfehlervorwürfen dienen (oder eben auch nicht!).

Am 19. Februar 2014 hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg per E-Mail der lipoedeme.org-Redaktion bestätigt, dass die Heilhaftpflichtversicherer der Fachärzte, die den möglicherweise vorliegenden Ärztepfusch ggfs. zu verantworten haben, die Gutachterkommissionen, somit das Medizingutachten der vom Schaden betroffenen PatientInnen mitfinanzieren: Zitat „…Die Haftpflichtversicherer beteiligen sich mit einer Kostenpauschale an den Kosten der Gutachterkommission …“

Wie bitte? Derjenige, der den Schaden bezahlen soll, finanziert das medizinische Gutachten mit?
Unser Kommentar hierzu: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“!

Grotesk ist eine Stellungnahme der HDI Versicherung AG Heilwesenhaftpflicht Schaden Köln vom 13.2.2014 per Brief, die die geschädigte Lipödem-Patientin darauf hingewiesen hat, dass die Patientin Lebensmittelallergien bei schwerer Darmentzündung dem Arzt vorher angeben muss (diese waren der Patientin aber gar nicht zum Zeitpunkt der fehlerhaften Behandlung selbst bekannt! wie soll sie diese also dann benennen können?). So soll also die Patientin (also der medizinische Laie) selbst die Diagnosen treffen und nicht der mehrere Jahre im Heilwesen ausgebildete Facharzt die richtigen Analysen durchführen und die richtigen Diagnosen stellen??? Es zeigt sich, dass wirklich mit allen Methoden von der Heilwesenhaftpflichtversicherung versucht wird, eine Schadenersatzverpflichtung des Versicherungsnehmers, also des Facharztes, abzuwenden! Und ein angeblich „objektives und unabhängiges“ Gutachten im Sinne des Facharztes von einer Bezirksärztekammer, die vom Versicherungsunternehmen mitbezahlt wird, unterstützt dieses inakzeptable Vorgehen der Versicherer, berechtigte Ansprüche von PatientInnen komplett außergerichtlich abzuwehren. Mit einem zu Gunsten des Facharztes erstelltem Gutachten der Bezirksärztekammer kann selbstverständlich eine Patientin gerichtlich keinen Erfolg erzielen!

Wie unabhängig und objektiv sind also diese Gutachterkommissionen wirklich, wenn z.B. wie beim Fall der Bezirksärztekammer Nordbaden zudem der ehemalige Geschäftsführer dieser Bezirksärztekammer Sozius der Anwaltskanzlei war, die den Facharzt vertritt??? (Diese „Verflechtung“ wurde der Redaktion sowohl von der Bezirksärztekammer Nordbaden als auch von der Anwaltskanzlei schriftlich bestätigt). Ist eine Anwaltskanzlei mit diesen engen Kontakten zur Bezirksärztekammer, die die Gutachterkommission stellt, befangen? dürfte Sie einen Facharzt gegenüber den PatientInnen überhaupt im Gutachterverfahren vertreten? Hakt eine Krähe der anderen kein Auge aus?
Wie ist es zu erklären, wenn eine Patientin mit einer schweren Darmentzündung und einer Lipödem-Erkrankung zu einem Facharzt in eine 2wöchige Intensivtherapie geht, dort falsch behandelt wird (dies bestätigte die Unabhängige Patientenberatung der Patientin), die Patientin vom Facharzt AllERGENE Lebensmittel verordnet bekommt, die erst recht dick machen und dem Körper schaden und das Wort DARM kommt im Gutachten der Bezirksärztekammer Nordbaden von einem Professor Doktor (Facharzt) überhaupt gar nicht vor? (Aktenzeichen des Gutachtens auf Anfrage) Wo doch ca. 70 Prozent der Lymphknoten im Körper der Patientin im Bereich des Darms stecken und Lipödem eine Lymphgefäßerkrankung ist.

Wer finanziert eigentlich die Gutachterkommissionen, wenn die Gutachten für PatientInnen gratis sind? Die Ärztekammern? Ausgerechnet die Berufshaftpflicht-Versicherungen der Fachärzte, die den Behandlungsschaden bezahlen sollen? so gibt auch der Allgemeine Patienten-Verband e.V. zumindest an. Macht man hier den Bock zum Gärtner?

Als freie Publizistin frage ich, ob ein kostenloses PatientInnen-Gutachten von Medizinern der Gutachterkommission ggfs. nicht nur wertlos sein könnte, sondern eventuell sogar den PatientInnen auch noch schadet, weil es die ggfs. vorliegenden Behandlungsfehler des Arztes einfach nicht attestiert! Und Gerichte (also Juristen und i.d.R. medizinische Laien) sich auch noch auf diese medizinischen Gutachten der Fachärzte aus der Bezirksärztekammer stützen, verständlicherweise stützen müssen, schließlich haben Richter nicht mehrere Jahre Medizin studiert, genausowenig wie die Opfer der Behandlungsfehler. Wäre es besser, wenn Patientinnen, bei denen Arztfehler passiert sind, ein medizinisches Gutachten bei einem wirklich unabhängigen Institut beauftragen und dafür bezahlen, damit sie vor Gericht auch ein „neutrales“ Gutachten der Behandlungsfehler erhalten? Ist etwas, was nichts kostet, auch nichts wert?

Gibt es in Deutschland unabhängige medizinische Gutachter? Wie kommen Richter zur Auswahl Ihrer Sachverständigen? Fragen über Fragen. Antworten senden Sie bitte an die Redaktion info@lipolymphoedem.de

Eine interessante Kritik an den Schlichtungsstellen lesen Sie beim Allgemeinen Patienten-Verband e.V. aus Marburg.

Ein wirkliches Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und PatientIn ist wichtig, dazu trägt aber nur Transparenz bei.

Literaturempfehlungen zu Behandlungsfehlern und PatientInnen-Rechten:

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